Bücherchallenge 2020: Terra incognita

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Bücherchallenge 2020: Terra incognita

1Wicki72
Jul. 28, 2020, 6:47am

Willkommen zu meiner Bücherchallenge 2020, zum ersten Mal hier auf Librarything.

Thema: Terra Incognita
Ziel: Vier Bücher bis Ende des Jahres

„Regeln“:
Wer möchte, postet am Anfang hier eine Leseliste für die anderen, wer sich und seine Mitleser überraschen möchte, fängt einfach an zu lesen.
Zu jedem gelesenen Buch soll eine Rezension (egal welcher Länge) geschriebe werden. Ob ihr diese direkt in die Gruppe schreibt oder auf eure Rezension hier nur verlinkt, bleibt euch überlassen. Ich werde wohl letzteres wählen, aber hier auf jeden Fall Kurzeindrücke posten.

Ich bin schwer gespannt, was ihr für Bücher zum Thema entdecken werdet und freue mich über viele Mitleser/-innen.

Sandra

2Florik
Bearbeitet: Jan. 3, 12:51pm

Gelesen und rezensiert:

>7 Stefan Zweig, Amerigo. Die Geschichte eines historischen Irrtums
>18 Robert Paltock, Leben und Abenteuer des Peter Wilkins aus Cornwall
>30 Bartolomé de Las Casas, Kurzgefaßter Bericht von der Verwüstung der Westindischen Länder
>31 Louis-Ferdinand Céline, Reise ans Ende der Nacht

Das war's von meiner Seite. Gute Nacht.

3Wicki72
Bearbeitet: Jul. 29, 2020, 9:49am

Florik, der Anfang deiner Leseliste klingt schon mal toll 😀

4Wicki72
Jul. 29, 2020, 9:49am

Ich habe mich auch für die ersten beiden Bücher entschieden:

1. Andrea Wulf: Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur
2. Fergus Fleming: Barrow‘s Boys
3.
4.

Die anderen beiden sind noch offen, wobei mich eines der Bücher sicher ins All bringen wird. Ansonsten liebäugle ich noch mit Reise um die Welt von Georg Foster, fürchte aber, da reicht die Zeit nicht.

5Wicki72
Jul. 29, 2020, 4:04pm

UPDATE: Ich habe mich auch für die ersten drei Bücher entschieden:

1. Andrea Wulf: Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur
2. Fergus Fleming: Barrow‘s Boys
3. Dieter E. Zimmer: Nabokov reist im Traum in das Innere Asiens
4.

Und nun muss ich mich entscheiden - Fosters Reise um die Welt oder die Erde verlassen und mit Buch Nr. 4 ins All.
Mal sehen... 😀

6Alexander.Winnefeld
Jul. 29, 2020, 4:50pm

Ich bin dann auch mal eingetrudelt - und zumindest den ersten Titel für meine Liste habe ich auch schon mal. Der Rest folgt :)

1. Dan Simmons, Hyperion
2.
3.
4.

7Florik
Bearbeitet: Sept. 17, 2020, 4:39am

Stefan Zweig, Amerigo. Die Geschichte eines historischen Irrtums

Lasst uns mit den Medici beginnen. Amerigo Vespucci hat ihnen seinen Ruhm zu verdanken und Amerika seinen Namen, wenn man Stefan Zweig glauben darf. Der spätere Seefahrer Vespucci war nämlich Florentiner und arbeitete als Kaufmann für die Medici. Von seinen Reisen über den Atlantik berichtete er Lorenzo Piero, dem Sohn des Magnifico. Irgendjemand, wahrscheinlich nicht Vespucci selbst, kompilierte daraus ein vielgelesenes Buch mit dem Titel Mundus Novus.

Unter Zweigs zahlreichen biografischen Essays zählt Amerigo. Die Geschichte eines historischen Irrtums zu den kürzesten. Er ist kaum länger als eine der Sternstunden-Episoden. Das liegt daran, dass niemand viel über Vespucci weiß.

Zweig präsentiert uns den "historischen Irrtum" als Detektivgeschichte. Für die eigentliche Biografie genügen ihm die letzten fünf Seiten.

Für eine Spoilerwarnung ist es ohnehin zu spät, deshalb weiter mit der Kurzfassung: Vespucci hat keine Schiffsverbünde befehligt. Er war Lotse oder Astronom, segelte frühestens 1497 erstmals nach Südamerika, sicher aber 1499 unter Alonso de Hojeda, der die brasilianische Küste erforschte. Der spanische Kapitän suchte nach einem Wasserweg zu den sagenhaften Gewürzhäfen Indiens, etwa Mombasa, das der Portugiese Vasco da Gama ein Jahr zuvor von der anderen Seite erreicht hatte.

Hojedas Schiffe hielten Kurs nach Süden. Die Küste wollte nicht enden, es wurde kalt, und so langsam musste es Vespucci dämmern: Das hier war nicht Indien, sondern eine neue Welt. So hieß dann auch das Buch, das unter seinem Namen in lateinischer Sprache erschien.

Die Erkenntnis, dass Kolumbus eben nicht Asien, sondern eine Terra Incognita erreicht hatte, zusammen mit einer lebhaften Erzählweise, ließ Mundus Novus zum Bestseller werden - wahrscheinlich ohne finanziellen Vorteil für und ohne Wissen seines Autors.

Zu Vespuccis weiterem Ruhm trugen ein Drucker bei, der von Kolumbus nie gehört hatte, und einige humanistische Gelehrte aus Lothringen, die in ihrer Edition Mundus Novus quasi als modernes Korrektiv der Weltbeschreibung des Ptolemaios beifügten. Auf der enthaltenen Karte war erstmals von "America" die Rede. So sollte nach der Vorstellung des (Zitat Zweig) "siebenundzwanzigjährigen Provinzgeographen" Martin Waldseemüller die Nordküste Brasiliens heißen. Spätere Kartografen handhabten das, wie ihr euch denken könnt, großzügiger ...

Ihr merkt, die Geschichte der Namensgebung Amerikas ist eine gute Geschichte. Zweig erzählt sie flott, vielleicht ein wenig zu geheimnistuerisch und natürlich mit reichlich Zitaten, die aus einem tiefen Bildungsschatz stammen. Allein der Shakespeare-Dramentitel Komödie der Irrungen wird laut meiner Strichliste sechsmal anzitiert. Besonders die Lehrsätze der letzten Seiten über "die Geschichte" und "Gerechtigkeit" hätte sich Zweig meiner Meinung nach besser gespart. Trotzdem klare Leseempfehlung.

(Wer mehr von Zweig über das Zeitalter der Entdeckungen lesen möchte, kann sich anschließend den deutlich längeren Magellan vornehmen. Den empfehle ich aber ausdrücklich nicht. Amerigo ist kürzer und besser. Wer will schon 200 Seiten im folgenden Stil lesen: "Immer kann, wenn vom Genius berührt, wenn vom Zufall geführt, auch aus dem narrenhaftesten Irrtum eine höchste Wahrheit entstehen.")

8Wicki72
Aug. 16, 2020, 1:21pm

Ich binm ein großer Fan von Stefan Zweig. Dafür habe ich allerdings wahrscheinlich viel zu wenig von ihm gelesen. Amerigo gehört leider nicht dazu, aber ich bin mir sicher, das wird sich nach der Lektüre deiner Rezension recht schnell ändern.

Den von dir angesprochenen Magellan habe ich allerdings gelesen, es ist jedoch , wie ich zugeben muss, Jahre her. Ich habe das Buch aber als ein kurzweiliges Lesevergnügen in Erinnerung, wenn man mal von dem traurigen Ende absieht (welches aber historisch korrekt wiedergegeben wird).

Vielleicht mache ich mir den Spaß und lese das Werk zum Vergleich dann nochmal an, wenn ich an den Amerigo gehe.

Dein erster Beitrag war auf jeden Fall schon mal ein großer Erfolg bei mir und wird meinen Pile of Shame vergrößern, wenn auch aufgrund der wenigen Seiten nur minimal 😃

Ich hoffe, ich kann bis Ende des Monats auch meinen ersten Beitrag liefern. Ich bin fleißig am lesen, aber >500 Seiten wollen erst mal bewältigt werden.

9Stripehorn
Sept. 5, 2020, 2:16pm

Na super, vier Bücher bis zum Jahresende und ich steige in September ein.... Nun ja, ich werde einfach Mal sichten, was ich schon gelesen habe. Wobei ich den leisen Verdacht hege, dass nichts zum Thema Passendes dabei ist. Aber vielleicht habe ich ja Glück. Ich werde es auf jeden Fall versuchen - und ansonsten im nächsten Jahr wieder einsteigen.

10Wicki72
Sept. 6, 2020, 9:01am

Schön, dass du den Weg gefunden hast 😀

Und kein Stress - du weißt doch, Fristen verlängern geht ganz einfach 😅

11Wicki72
Sept. 13, 2020, 6:20am

So, das erste Buch ist gelesen, in der nächsten Nachricht meine Rezension, aber schon mal im Vorfeld ein großes Dankeschön an florik für die Themenauswahl - allein für dieses Buch hat sich die Challenge für mich schon gelohnt :-)

12Wicki72
Bearbeitet: Sept. 17, 2020, 12:24pm

Humboldt – Persona incognita

2019 feierte die Welt den 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt. Doch feierte sie ihn auch gebührend? Diese Frage stellt sich mir vor allem nach dem Lesen der Biografie „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ von Andrea Wulf.

Ich muss sagen, dass ich von diesem Jubiläum wohl nicht viel mitbekommen hätte, wären nicht zu diesem Anlass im Vorfeld bereits verschiedene Bücher zu und über Alexander von Humboldt erschienen. Eines davon ist vor zwei Jahren auch in meinem Bücherstapel gelandet. Und lag bis vor kurzem ungelesen in meinem Regal. Ausgestattet mit diversen Preisen und von der New York Times unter die „10 Best Books of 2015“ gewählt, erschien es mir dann als idealer Challenge-Einstieg in „terrae incognitae“.

Schon im Prolog nimmt uns die Autorin mit in unbekanntes Land und lässt uns mit Humboldt und seinen Reisegefährten den Chimborazo besteigen. Aber dieser Prolog ist – rückblickend – weitaus mehr als ein Einstieg in die Entdeckungsreisen des Alexander von Humboldt. Er ist zugleich Ausblick auf die folgenden 400 Seiten, Rückblick auf das Leben und Wirken des zu seiner Zeit weltberühmtesten Mannes und bietet auf zehn Seiten eine Zusammenfassung der kompletten Biografie.

Humboldt – Naturforschender und Entdeckungsreisender, und doch noch so viel mehr: Inspirator für Wissenschaftler, Künstler und Denker gleichermaßen, Kosmopolit mit enormem Weitblick, anerkannt in der ganzen Welt, ansteckend in seinem Enthusiasmus für die Natur und den südamerikanischen Kontinent, rastlos, seiner Welt weit voraus in seinem Denken, großzügig zu Wissenschaftlern, aber auch von sich eingenommen und bisweilen arrogant seinen Mitmenschen gegenüber. Nach und nach knüpft Andrea Wulf die einzelnen Fäden zusammen und spinnt so nicht nur ein Bild von Humboldt allein, sondern lässt uns eintauchen in die Zeit, in der Humboldt lebte und wirkte. Sie stellt seine Ideen, Reisen und Entdeckungen in den Zusammenhang mit den politischen und gesellschaftlichen Begebenheiten der damaligen Zeit. Die Zeit der französischen, aber auch der deutschen und der südamerikanischen Revolution, die Zeit von Thomas Jefferson, aber auch die Zeit der Sklaverei, des britischen Empire und des deutschen Kaiserreichs. Die Zeit von Goethe und Schiller, von Darwin und Thoreau, die Zeit von vielen anderen Wissenschaftlern, die bis heute in unsere Zeit hineinwirken.

Ganz in der Tradition von Humboldt, der eine Verbindung zwischen allen Teilen der Natur sah und versuchte, Menschen interdisziplinär zusammenzubringen, ist dieses Buch geschrieben. Die nicht erst seit Daniel Kehlmanns „Vermessung der Welt“ bekannte Südamerikareise Humboldts füllt nicht einmal ein Viertel des Buches. Und es sind die verbleibenden 300 Seiten, die diese Biografie zu einer wahren Perle machen. Wer weiß heute noch, dass Simon Bolivar durch die Veröffentlichungen und Beschreibungen Humboldts einen neuen Blick auf seine südamerikanische Heimat bekam und Humboldt so indirekt zum Auslöser der südamerikanischen Revolution wurde? Wer weiß, dass er in Briefkontakt mit Thomas Jefferson stand? Wer weiß, dass Goethes Faust starke Ähnlichkeiten mit Humboldt aufweist? Wer, dass Humboldts Naturansichten und Lateinamerika-Beschreibungen in die englische Literatur und Dichtung einflossen und sogar Frankensteins Monster sich in die Urwälder Südamerikas wünscht – vier Jahre nach Erscheinen der englischen Ausgabe der „Reise in die Aequnoctial“? Wer weiß, dass Humboldt Erfinder der Isotherme, die wir allabendlich auf den Wetterkarten sehen, ist? Wer weiß, dass Humboldts „Personal Narrative“ der Grund für Darwin war, mit der Beagle in See zu stechen und dass dieses Buch in seinem Gepäck mitreiste? Wer weiß, dass sein „Kosmos, Versuch einer physischen Weltbeschreibung“ unter anderem Ralph Waldo Emerson und Walt Whitman inspirierten? Und dass Henry David Thoreaus „Walden“ dessen Antwort auf auf eben jenen „Kosmos“ ist?

Humboldt: Kosmopolit und freiheitlicher Denker und zugleich Angestellter im Dienste des preußische Königs. Ein Spagat, den es für ihn zu bewältigen galt. Der erste Mensch, der vor den Folgen der durch den Menschen verursachten Klimawandel warnte, einer derjenigen, die früh schon Abholzung der Regenwälder und Monokultur kritisch bewertete. Ein eiserner Wille, Experimente am eigenen Körper, lange strapaziöse Reisen, Briefwechsel mit Wissenschaftlern der ganzen Welt - nur eines blieb Humboldt verwehrt: Eine Reise nach Indien, um den Himalaya zu erkunden. Eine Tatsache, die mich am Ende meiner Reise durch die Zeit und durch für mich mehrere „terrae incognitae“ als vor der Lektüre gedacht führte, traurig stimmt. Ich hätte Humboldt eine Reise in den Himalaya mehr als gegönnt.

Und nicht nur ihm, sondern auch uns würde ich wünschen, dass seine Leistungen in den letzten 100 bis 150 Jahren nicht so sehr in Vergessenheit geraten wären. Er hätte es verdient, auch heute noch in seiner Gesamtheit und nicht nur als Entdecker gewürdigt zu werden.

Eine klare Leseempfehlung für alle Naturliebhaber und naturwissenschaftlich und historisch interessierten Leser!

Andrea Wulf,
Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur
Bertelsmann Verlag, München

13Florik
Sept. 13, 2020, 2:41pm

Vielen Dank! Ich weiß über Alexander von Humboldt nur, dass ich viel zu wenig über ihn weiß. Was du schreibst, ist schon mal ein Anfang ...!

AvH hat aber auch wahnsinnig lange gelebt und gewirkt, oder? Die Epoche Schillers ist ja nun eine ganz andere als die Darwins, der vier Jahre nach Schillers Tod geboren wurde, auch wenn es mit Goethe noch einen gibt, der beide verbindet.

Das deutsche Kaiserreich hat Humboldt aber dann doch nicht mehr erlebt. Ist der Kaiser, dem er gedient hat, Napoleon?

Ich weiß ein paar Sachen über Goethes Faust, aber inwiefern ähnelt er Wulf zufolge AvH? Ich nehme an, die Figur Faust ist gemeint, und da vor allem der im zweiten Teil, der Naturforscher Faust? Mit dem ersten kann Humboldt eigentlich noch wenig zu tun haben.

Zuletzt würde mich noch interessieren, inwiefern AvH für Wulf „die Natur erfunden“ hat? Was versteht die Autorin darunter?

Ich hoffe, ich nerve nicht mit den vielen Nachfragen, du hast mich eben neugierig gemacht!

14Wicki72
Sept. 13, 2020, 4:57pm

Du nervst nicht, Antwort kann allerdings ein paar Tage dauern, ich bin ab morgen dienstlich unterwegs...bzw mache erst noch einen Abstecher bei meinen Eltern...

Neugierig ist super. Ich habe mich schon gefreut, dass ich fünf Minuten nachdem ich die Rezi auf Twitter online gestellt hatte, eine PM kam mit dem Foto der Onleihe des Werkes,

Ja, und König von Preußen, nicht Kaiser 🙈 muss ich morgen gleich verbessern. Danke!

15Florik
Sept. 14, 2020, 1:50am

Keine Eile, ist ja klar.

Auf Twitter hab ich dich gar nicht gesehen. Diese Mistoberfläche versteckt mir immer die interessanten Posts.

16Wicki72
Sept. 14, 2020, 4:59pm

aber du hast es ja trotzdem gefunden 😄

17Florik
Sept. 15, 2020, 1:33am

Jetzt, nach dem Hinweis.

18Florik
Bearbeitet: Sept. 17, 2020, 7:56am

Robert Paltock, Leben und Abenteuer des Peter Wilkins aus Cornwall

Der Mitte des 18. Jahrhunderts anonym veröffentlichte Reisebericht des Peter Wilkins aus Cornwall ist eines der ungewöhnlichsten Bücher meines Leselebens, aber nicht sonderlich spannend.

Er beginnt mit einer erst im Rückgriff ganz verständlichen Rahmenerzählung. Nahe Kap Hoorn holen Seeleute einen Mann aus dem Wasser, der weniger schiffbrüchig als vielmehr vom Himmel gefallen scheint. Er erzählt dem Verfasser seine Lebensgeschichte.

Wir hören, wie ein verschlagener Stiefvater Wilkins um die Zuneigung der Mutter und sein Erbe bringt. In England fehlt dem jungen Mann jegliche Perspektive, also geht er zur See, wird versklavt, erringt seine Freiheit zurück. Er begleitet seinen afrikanischen Mitflüchtling Glanlepze und sieht betroffen dessen Familienglück als etwas für ihn selbst Unerreichbares. Wie in den Romanen des Puritaners Daniel Defoe scheinen unter einer für damalige Verhältnisse realistisch wirkenden Oberfläche Moralvorstellungen auf.

Wie Robinson Crusoe wird Wilkins schiffbrüchig. Und jetzt hebt die Erzählung ab. Denn es verschlägt den Engländer in eine fantastische Gegend mit einem Magnetberg wie aus 1001 Nacht und fliegenden Wesen wie bei Lukian. Die Gesellschaftsordnung aber, ja selbst Namen wie Battringdrigg, Glumm, Normnbdsgrsutt oder Begsurbeck erinnern an Jonathan Swifts Gulliver, der sich auf seiner zweiten Reise mit dem Riesenmädchen Glumdalclitch anfreundete und auf der dritten Glubbdubdrib und Luggnag besuchte.

Die Fantasiewelt schildert der erst spät identifizierte Verfasser Robert Paltock unerhört konkret. Wilkins fischt und baut wie Robinson, doch seine Welt weitet sich, er heiratet eine geflügelte Frau, ernährt eine Familie und erfindet schließlich ein Fluggerät, mit dem er das Königreich Doorpt Swangeati erreicht. Dort steigt er dank wissenschaftlicher Einsicht und einer alten Prophezeigung zu höchsten Staatsämtern auf.

Der Detailreichtum von Paltocks Schilderung dürfte der Grund sein, warum der Peter Wilkins 1989 in Klett-Cottas Hobbit-Presse einen Platz fand, neben dem Herrn der Ringe, dem König auf Camelot, dem Letzten Einhorn und den Borribles. Doch fehlt ihm eine Eigenschaft dieser neueren Klassiker der fantastischen Literatur: Spannung.

Das liegt zum einen an der konfliktarmen Umgebung, in der Wilkins sein Leben einrichtet. Nie wirkt er ernsthaft bedroht. Keine Kannibalen hinterlassen Fußabdrücke im Sand. Die kleinen Probleme der Isolation und später die großen Probleme des Königs Georigetti löst Peter Wilkins ohne allzu langes Nachdenken.

Zum anderen stehen den Kapiteln dieses Romans aus dem 18. Jahrhundert Zusammenfassungen voran. Nie geschieht etwas unangekündigt. Das Fieber der Spannung wurde damals als etwas Schädliches angesehen. Solche Vorwürfe hat der Autor vermieden, zum Nachteil seines Werks. Ich hätte mir tatsächlich gewünscht, der Herausgeber hätte sie zumindest im Fließtext unterdrückt.

Genug mit den Sensibilitäten eines verwöhnten Lesers. Am Peter Wilkins lässt sich beispielhaft erkennen, wie sich - insbesondere in England - die Fantasyliteratur aus der Reisebeschreibung entwickelte. An die Stelle der in der Neuzeit ständig schwindenden Terra Incognita tritt die Terra Imaginaria, die nur in der Einbildung des Autors existiert, aber darum nicht weniger detailreich geschildert wird.

19Wicki72
Sept. 17, 2020, 12:05pm

Das mit den Zusammenfassungen am Anfang der Kapitel kenne ich von "Die Schatzinsel" und fand das da auch extrem störend. Diese ist allerdings erst 1893 erschienen, da scheint sich dieses Stilmittel über eine lange Zeit gehalten zu haben. Aber auch da hat mir wie dir hier dann die Spannung gefehlt, wenn in der Zusammenfassung gleich gesagt wird "aber keine Angst, alles geht gut aus".
Ich glaube, dieses Werk wird daher nicht auf meiner Leseliste landen...

20Wicki72
Sept. 17, 2020, 12:24pm

Ich bin dir noch die Beantwortung deiner Fragen schuldig, Florik:

Ja, Humboldt wurde ziemlich alt, er starb 1859 fast 90jährig, geboren wurde er 1969.

Goethe war wohl ein großer Bewunderer von Humboldt, beide hatten den Glauben der Verbindung von Kunst und Wissenschaft gemeinsam. Laut Wulf legt Goethe seinem Faust Sätze in den Mund, die hätten von Humboldt stammen können, z.B. "Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält" oder "Geheimnisvoll am lichten Tag, lässt sich Natur des Schleiers nicht berauben, Und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag, Das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und mit Schrauben".
Sprich, Wissen kann der Natur nicht allein durch Beobachtung, Instrumente und Experimente abgerngen werden.
Beide streben nach der Autorin fieberhaft nach Erkenntnissen, sind getrieben von einem "inneren Toben". Faust verkauft seine Seele für mehr Wissen. Im Prinzip macht dies später auch Humboldt, weil er sich vom preußischen König für ein festes Gehalt anstellen lässt, um Geld zu haben für seine Forschungen, obwohl er das System verachtet.
Um jetzt nur ein paar Beispiele aus dem Buch zu nennen.

Inwiefern Wulf meint, dass Humboldt "die Natur erfunden hat", ist eine spannende Frage, über die ich tatsächlich nach dem Lesen auch nachgedacht habe. Ich glaube, aber das ist jetzt meine ureigenste Interpretation, dass sie damit ausdrücken möchte, dass der Naturbegriff, sow wie wir ihn heute verstehen, von Humboldt und seinen Forschungen und Gedanken geprägt ist. Dass wir das, was wir als Natur verstehen, ohne Humboldt so nicht in unseren Köpfen existieren würde.
Humboldt war der erste, der die Natur als Ganzheit, als einen lebendigen Organismus sah. Der z.B. Pflanzen in Europa und Amerika, die auf der selben Höhe wachsen, verglich, der den vom Menschen verursachten Klimawandel beschrieb, der verschiedene wissenschaftliche Disziplinen vereinte, aber auch wirtschaftliche und politische Einflüsse in sein Denken mit einfließen ließ.

Ein Bekannter von mir hat sich das Buch jetzt ausgeliehen in der Stadtbibliothek, ich werde ihn nach der Lektüre mal fragen, wie er das versteht und bin da schon schwer gespannt drauf.

21Florik
Sept. 18, 2020, 4:39am

Das ist ja leicht zu widerlegen. "Daß ich erkenne, was die Welt / Im Innersten zusammenhält" steht schon im Urfaust, also spätestens 1775 geschrieben. Ebenso das "innere Toben". Zu dem Zeitpunkt war Alexander von Humboldt sechs Jahre alt ...

Vielleicht halten wir doch lieber umgekehrt fest, dass Humboldt von Goethes Naturphilosophie geprägt war? Das Bindeglied könnte Georg Forster sein.

22Wicki72
Sept. 18, 2020, 11:20am

Hmmm, im Buch steht das tatsächlich eher anders rum, dass Goethe ein Fan von Humboldt war sozusagen und durch Humboldt sich wieder mehr der Naturphilosophie widmete... aber du hast recht, du kennst deinen Faust dann doch besser als ich... ich scanne dir die Seiten mal ein 😀

23Florik
Sept. 18, 2020, 12:01pm

Bin sehr gespannt!

Was die Schatzinsel angeht, habe ich jetzt zwei Ausgaben konsultiert und keine Kapitelzusammenfassungen gefunden, welche hast du denn gelesen bzw. nach welcher englischen ist sie ggf. übersetzt?

24Wicki72
Sept. 18, 2020, 12:34pm

Puh, da siehst du mal, was man sich alles einbilden kann. In meinem Exemplar nämlichcsuch nicht, aber ich hatte das noch so bildlich vor Augen und habe jetzt schon gedacht, ich habe das Buch verwechselt. Zum Glück hatte ich das für den Podcast gelesen und konnte mir das jetzt durch hören wieder in Erinnerung rufen: Es war nicht am Anfang des Kapitels. Es war eher so, dass irgendwo im Anfangsbereich des Kapitels oftmals Spannung aufgebaut wurde, die aber im nächten Satz aufgelöst wurde und danach erst kam die Geschichte.
Bsp.:
Satz 1: X entfernte sich heimlich vom Lager
Satz 2: das war aber gut so, denn so bewahrte er uns vor dem Tod
Satz 3: Es war nämlich so, dass..

Dein Stilmittel dann doch schon etwas weiterentwickelt 😁

25Alexander.Winnefeld
Okt. 12, 2020, 5:02pm

Bitte entschuldigt, dass ihr hier bislang nur stumm mitgelesen habe. Ich habe eure Rezensionen interessiert zur Kenntnis genommen, aber hatte aus der Hüfte geschossen nichts beizutragen, und dann geriet die Gruppe für mich leider etwas in Vergessenheit. Zumindest zu Forster als Bindeglied zwischen Goethe und Humboldt hätte ich eigentlich etwas zu sagen haben müssen. Meine ehemalige Büro-Kollegin dürfte mir jetzt vorwerfen, dass ich ihr nie aufmerksam zugehört hätte, wenn es um ihre Dissertation ging. Naja, ist jetzt auch schon wieder ein paar Tage her ;)

Ich bin leider bei meinem ersten Buch relativ früh stecken geblieben. Hyperion ist wirklich fremdartig, Terra Incognita im besten Sinne also, aber man mag's halt auch warm und bequem - ich hatte meine Lesezeit dann stattdessen in Sourcery von Pratchett gesteckt, da weiß man, woran man ist. Ich versuche jetzt noch mal einen neuen Anlauf.

26Florik
Okt. 13, 2020, 2:04am

Ah, da fällt mir sofort ein, dass ich dich was fragen wollte. Ich habe festgestellt, dass es von Dan Simmons zwei Hyperions gibt, einmal Hyperion und einmal Fall of Hyperion. War der ohne Zusatz zuerst? Bauen die aufeinander auf? War der erste so erfolgreich, dass ein zweiter folgen musste, weißt du da was?

Nur falls ich mal in Versuchung kommen sollte.

Tja, und dann bräuchten wir halt noch kurz ein Statement deiner Ex-Bürokollegin zu Georg Forster ...

27Alexander.Winnefeld
Okt. 13, 2020, 4:07pm

Ja, sieht wohl so aus@Forster/Humboldt/Goethe😉

Was Simmons angeht ich meine, dass Hyperion der erste und Fall of Hyperion der zweite Teil sein sollte. Hatte bisher allerdings nur ersteres selbst in der Hand (und hab es noch nicht wahnsinnig weit gelesen).

28Florik
Okt. 14, 2020, 8:24am

Danke! Scheint auch so ein Faß ohne Boden zu sein: Nach Hyperion (auch als Omnibus-Ausgabe verfügbar) kamen wohl noch zwei verwandte Endymion-Romane ... da lese ich doch vielleicht lieber mal wieder Hölderlins einzigen Roman ...

29Wicki72
Okt. 17, 2020, 9:16am

Ich habe auch erst jetzt mit dem zweiten Buch angefangen, aber das ist ja das schöne an einer privaten Challenge, man kann sie verlängern oder nur mit einem Buch dazu beitragen und es ist alles richtig und Hauptsache, es macht Spaß.
Den habe ich hoffentlich jetzt auch mit Nabokovs Reise, der erste Anlauf war holprig, aber jetzt liest es sich besser...

30Florik
Bearbeitet: Dez. 27, 2020, 12:24pm

Bartolomé de Las Casas, Kurzgefaßter Bericht von der Verwüstung der Westindischen Länder

Diese Informations- und Streitschrift war 1542 für den spanischen Infanten Philipp bestimmt. "Kurzgefaßter Bericht" entspricht genau dem, was heute in der anglophilen Geschäftswelt "Executive Summary" genannt wird. Der Priester Las Casas, dessen Vater schon mit Kolumbus segelte, fasst 40 Jahre eigene Erlebnisse und Recherchen zur Neuen Welt jenseits des Atlantiks zusammen, damit sich der Monarch einen schnellen Überblick über das Treiben der von ihm ausgesandten Befehlshaber machen kann.

"Westindien" ist 49 Jahre nach der ersten Fahrt des Kolumbus keine Terra Incognita mehr, es wird folglich schon im Titel benannt, wenn auch mit einem anderen Namen als dem heute gebräuchlichen. Die westindischen Länder sorgen für regelmäßige Einkünfte der spanischen Krone, ihr Gold hilft, Schulden bei der Kaufmannsfamilie der Welser zurückzuzahlen. Sie ernähren ein Heer an Siedlern und Eroberern.

Wie ernähren sie die Eroberer? Durch Ausbeutung. Durch Versklavung freier Menschen. Durch Folter. Durch Ungerechtigkeit. Jegliches christliche Motiv ist nur vorgeschoben. Das führt Bartolomé de Las Casas auf rund 150 Seiten aus. Er schreibt über eine durch fast 50 Jahre Berichterstattung bekannte Welt. Er stellt ihre weitgehend unbekannte Schattenseite vor. Crimen incognitum.

Las Casas' drastische Schilderungen haben mich bis in meine Träume verfolgt. Schon auf den ersten Seiten: Folterungen durch Verbrennen von Gliedmaßen und das Töten von Kleinkindern rein zum Vergnügen. Schlimmer wird es nicht mehr, aber auch nicht harmloser. Quälend die Folge der Variationen. Der Bericht geht in die Breite, reist den gesamten karibischen Raum einschließlich der Küste von Florida bis Venezuela ab. Die Täter bleiben bis auf eine Ausnahme ungenannt.

31Florik
Jan. 3, 12:49pm

Louis-Ferdinand Céline, Reise ans Ende der Nacht

Reise ans Ende der Nacht, ein unförmiger 540-Seiten-Roman, zerfällt in tausend pikareske Anekdoten. Zugleich weist er eine seltsam symmetrische Grundstruktur auf.

Der Erzähler, Ferdinand Bardamu, bricht auf den ersten Seiten sein Studium ab, um in den (ersten) Weltkrieg zu ziehen. Zu erschießen und erschossen zu werden versucht er gleichermaßen zu vermeiden, lässt lieber eine Elektroschocktherapie in einer psychiatrischen Einrichtung über sich ergehen. Nach Kriegsende reist er für eine Handelsfirma nach Afrika, flieht malariakrank seinen Posten, wird von Eingeborenen an eine Sklavengaleere verkauft, in der er rudernd New York erreicht. Von dort macht er sich nach Detroit auf, in einer Automobilfabrik zu arbeiten, und trifft dort die einzige Frau mit der er glücklich hätte werden können: die Prostituierte Molly, die davon träumt, mit Rücklagen ein Eigenheim zu kaufen und ein bürgerliches Leben zu führen. Doch es ist zu spät, fühlt Bardamu: Er ist zu verdorben, um sich darauf einlassen zu können.

Die Episode in Detroit markiert die Mitte des Buchs. Mit ihr endet der erste Teil, die Erkundung der äußeren Welt: die Reise auf den Spuren von Christoph Kolumbus und Amerigo Vespucci, aber auch von Peter Wilkins, denn gewiss überquerten im 20. Jahrhundert keine Rudergaleeren den Atlantik. Und natürlich ist es kein Zufall, wenn Bardamu immer wieder auf einen schwierigen Freund namens Léon Robinson trifft.

Die zweite Hälfte des Romans verbringt Bardamu in einem kleineren Kreis, nämlich Paris und Umgebung. Er beendet sein Medizinstudium, wird niedergelassener Arzt und schließlich kommissarischer Leiter einer Irrenanstalt - eine offenkundige Symmetrie zum Irrenhausaufenthalt während des Krieges. Zunehmend desillusioniert betrachtet er seine Mitmenschen, die in ihrer sozialen Klasse, in ihren Trieben und kleinen Freuden gefangen sind, ohne den Wunsch, ihrem Leben zu entfliehen.

Dieser zweite Teil ist eine Reise ins Herz der französischen Gesellschaft um 1930. Wie Las Casas fördert Bardamu unbekannte Wahrheiten an die Oberfläche.

Anders als die anderen drei Texte, die ich im Zug dieser Challenge gelesen und vorgestellt habe, ist Célines Roman entschieden antiaufklärerisch. Las Casas glaubte, mit seinem Zerstörungsbericht den "Indianern" eine Stimme geben zu können. Robert Paltock stattete seinen Helden Peter Wilkins mit handwerklich-wissenschaftlichen Kenntnissen aus, die ihn sogar einer Gesellschaft geflügelter Wesen überlegen machten. Stefan Zweig verfolgte den Anspruch, einen "historischen Irrtum" aufzuklären.

Nichts dergleichen Céline. Das zeigt beispielhaft die Anekdote vom Dorfpolizisten kurz vor Schluss: Dieser Mann verliert regelmäßig beim Kartenspiel. Immerhin ist er damit vollauf zufrieden, man spielt ohnehin nicht um Geld. Bardamu ermittelt den Grund für die erstaunliche Niederlagenserie, nämlich eine extreme Kurzsichtigkeit. Mit einer Brille ausgestattet, kann der Polizist die Karten auseinanderhalten, gewinnt gelegentlich - und entwickelt einen überzogenen Ehrgeiz, der ihn zu einem verdrießlichen Mitspieler werden lässt.

Obwohl Arzt, kann Bardamu den Menschen nicht helfen. Mehr Erkenntnis lässt sich aus der langen Reise durchs unerforschte Land der Nacht nicht gewinnen.

32Wicki72
Jan. 13, 4:05pm

>30 Florik:
Ich muss gestehen, mein erster Gedanke nach Lesen Deines Berichts war: "oh, ich glaube, das ist nichts für mich". Ich tue mich immer unheimlich schwer mit dem Lesen von plastischen Schilderungen von Gräueltaten, v.a. wenn ich weiß, dass sie auf wahren Gegebenheiten beruhen, und allein Deine wenigen Worte Florik haben bewirkt, dass ich Gänsehaut bekam. Und ehrlich gesagt, war meine Reaktion gerade beim nochmaligen Lesen nicht viel anders.

Aber ich weiß auch, dass es Bücher gibt, bei denen man am Ende dennoch froh ist, das Buch gelesen zu haben - auch wenn man nicht von Lesevergnügen sprechen konnte. Underground Railroad war so ein Buch für mich. Auch wenn es drei Anläufe brauchte bis ich über die ersten 2-3 Kapitel hinweg kam. Hast du das zufällig auch gelesen?
Diese brutal ehrliche Schilderung der Sklaverei und was sie mit den Menschen gemacht hat, war sehr schwer zu ertragen für mich und hat mir auch den einen oder anderen Albtraum beschert. Und zu wissen, dass man darüber zu lesen schon unerträglich findet, andere Menschen das aber erdulden mussten, hat das Ganze nicht besser gemacht. Aber ich war am Ende mehr als froh, es gelesen zu haben, weil ich eben auch der Meinung bin, dass man sich manch Schatten der Vergangenheit stellen muss, um in der Gegenwart einiges besser einschätzen zu können. Und bestensfalls für die Zukunft lernen.
Und an eben dieses Buch musste ich beim Lesen Deiner Zusammenfassung denken.

War Bartolomé de Las Casas Bericht für Dich auch so ein Buch, bei dem Du am Ende froh warst, es gelesen zu haben - trotz der drastischen Schilderungen, Florik?

Und kannst du sagen, was sich hinter Deinem letzten Satz "verbirgt". Warum wurde nur ein Täter genannt, warum wurde ausgerechnet dieser Täter genannt? Kann man das dem Bericht entnehmen? Oder wie würdest Du das einschätzen?

P.S. Ich habe mit Absicht jetzt hier noch nichts zum anderen von Dir noch rezensierten Buch gesagt, ich wollte die beiden Bücher jetzt ungern vermischen, daher spare ich mir meine Fragen und Eindrücke dazu noch ein wenig auf :-)

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