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Homo Deus: Eine Geschichte von Morgen (2017)

von Yuval Noah Harari

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3,7391062,604 (3.99)79
Bei Anbruch des dritten Jahrtausends erwacht die Menschheit, streckt ihre Glieder und reibt sich die Augen: "Mal sehen, was heute auf der Agenda steht." In dem Kultbuch und Weltbestseller "Eine kurze Geschichte der Menschheit" erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In "Homo Deus" erkundet er eine noch verborgene Welt: unsere Zukunft. Hunger, Krankheit und Krieg, die Plagen der Vergangenheit, sind beherrschbar geworden. Wonach wird die Menschheit als nächstes streben? Hararis brillant und kurzweilig geschriebenes Buch fragt, was mit uns und unserem Planeten passieren wird, wenn die neuen Technologien uns gottgleiche Fähigkeiten verleihen - schöpferische ebenso wie zerstörerische - und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben. Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich und Schritt für Schritt so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind. Yuval Noah Harari wurde 1976 in Haifa, Israel, geboren. Er studierte Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und promovierte 2002 an der Oxford University. Aktuell lehrt er Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und ist Kolumnist für die israelische Tageszeitung Ha’aretz. Neben einer Vielzahl von Fachpublikationen veröffentlichte Harari 2011 Eine kurze Geschichte der Menschheit auf Hebräisch. Mittlerweile wurde das Buch in über 30 Sprachen übersetzt und weltweit über anderthalb Millionen Mal verkauft.… (mehr)
Kürzlich hinzugefügt vonpedrorafa, _mjoosten13, BobbMa, romisaro, lordtrips, MihaelaZ, private Bibliothek, Vendola, Stoinski
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Die großen Bedrohungen der Menschheit, Armut, Krieg und Krankheit, scheinen im globalen Kontext überwunden, auch wenn natürlich individuell viele Menschen noch darunter leiden. Aber zumindest im Westen ist die Gefahr größer, sich tot zu essen als zu verhungern, sowie die Gefahr an Selbstmord zu sterben größer ist als an einer kriegerischen Auseinandersetzung.
Die neue Religion des Humanismus hat die alten Religionen abgelöst. Individualität ist hoch im Kurs und Entscheidungen werden aufgrund individueller Bedürfnisse und Gefühle getroffen, nicht aus religiösen oder dogmatischen Gründen. Mit Humanismus meinte Harari eine Weltanschaung, bei ihm Religion, die ihre Entscheidungen, Wertvorstellungen usw. nicht mehr aus Gott bezieht, sondern aus dem Menschen. Somit ist der Begriff des Humanismus bei Harari dann auch in Formen wie dem „liberalen Humanismus“, dem „sozialistischen Humanismus“ und dem „evolutionären Humanismus“ verständlich, was ja an sich wiedersinnig klingt (letztes bezeichnet den Nationalsozialismus, dafür wurde Harari öfter kritisiert, aber in Hararis Kontext ist es völlig überzeugend).
Die eigentliche Botschaft ist jedoch, dass sich der Homo sapiens selbst überhöht zum „Homo deus“, dem es möglich ist, nicht nur Defizite auszugleichen, sondern sich zu optimieren und Krankheit, Tod und Unglück zu beenden. Zumindest für einen Teil der Menschen wird es soweit sein.
Und schließlich folgt die Feststellung, dass auch der Humanismus überwunden wird. Freier Wille, freie Wahl sind Illusionen und zudem fehlerhaft. Sämtliche Entscheidungen, auch die des Menschen, folgen Algorithmen. Da aber Computer wesentlich besser in der Lage sind, Daten zu verknüpfen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich das menschliche Bewusstsein der intelligenten Vorherrschaft der Datenanalyse beugt.
Harari sagt selbst, dass dies keine Prophezeiung darstellt, sondern eher ein Aufzeigen von Möglichkeiten. Und tatsächlich ist der Zukunftsteil der Teil seines Buches, der mich am wenigsten überzeugt (alleine schon aufgrund der Abhängigkeit dieser Entwicklungen von unbegrenzten Energiereserven). Aber wie auch immer: Das Buch ist phantastisch geschrieben, kenntnisreich, witzig, sehr gut zu lesen. Es hat enormen Weitblick und großes Wissen. Ich würde es wirklich jedem empfehlen.
Ein Zitat zum Ende, das ich heute im Buch gelesen habe und das mir gefällt, weil es, wie öfter bei Harari, sehr schön aufzeigt, dass wir uns zwar überlegen fühlen, aber handeln wie auch andere Länder/ Staaten am Übergang einer Weltordnung in die andere:
“In the heyday of European imperialism, conquistadors and merchants bought entire islands and countries in exchange for coloured beads. In the twenty-first century our personal data is probably the most valuable resource most humans still have to offer, and we are giving it to the tech giants in exchange for email services and funny cat videos”.
Mit drei Fragen endet das Buch, über die wir, wenn es nach Harari geht, lang nachdenken sollen:
“These three processes raise three key questions, which I hope will stick in your mind long after you have finished this book:
1. Are organisms really just algorithms, and is life really just data processing?
2. What’s more valuable – intelligence or consciousness?
3. What will happen to society, politics and daily life when non-conscious but highly intelligent algorithms know us better than we know ourselves?” ( )
  Wassilissa | Mar 7, 2020 |
Homo Deus hat mir bei Weitem nicht so gut gefallen wie "Eine kurze Geschichte der Menschheit". Sein Ausgangspunkt ist gleichwohl spannend: Was passiert jetzt, wo der Mensch die wesentlichen Bedrohungen seiner Existenz faktisch unter Kontrolle gebracht hat: Hunger, Krankheit und Krieg? Seine These ist, dass die "Religion" des Humanismus, die Illusion des Indidvidualismus und der Liberalismus, die seit der Aufklärung die prägendsten westlichen Deutungsmuster darstellen, durch Künstliche Intelligenz an ihr Ende gelangen werden. Aber durch was werden sie abgelöst werden? Werden KIen die Existenz des Menschen aufgrund seiner offensichtlichen Unbrauchbarkeit für die Lösung der anstehenden Probleme - sie werden wohl bald buchstäblich alles besser können und die einzelnen Menschen weit besser kennen als noch die fähigsten Exemplare des homo sapiens sich selbst - als rational vertretbar erachten?

Leider füllt Harari gefühlt die Hälfte des Buches mit jener Küchenpsychologie, die sich am Ende seines ersten Buches schon angedeutet hatte: Pointiert gesagt scheinen für ihn Menschen nur Marionetten ihrer organischen Algorithmen zu sein, passiv-reaktive "Dividuen" im Bewusstseinsstrom. Individualität sei eine Illusion, der freie Wille natürlich auch. Die Vielzahl der in ihm wirkenden Stimmen führt zu suboptimalen, irrationalen und falschen Entscheidungen, auch und gerade mit Blick auf seine Interessen und die seiner Umwelt.

Mein Problem ist nicht, dass Harari diese Meinung vertritt, sondern dass er sie so schlecht begründet. Er verwechselt fortlaufend Wahrnehmung und Bewusstsein und folgert aus dem Fakt, dass Menschen vielfältigen Illusionen erliegen, die Abwesenheit des Bewusstseins als Entscheidungs-Instanz. Er bezieht sich z.B. sehr ausführlich, aber für einen Wissenschaftler erstaunlich unkritisch auf die so genannten Libet-Experimente von 1979(!). Diese stellen sicherlich nicht den State of the Art der Wissenschaft dar und liefern zudem für die Aussage, der Mensch entscheide sich nicht frei, überhaupt keine valide Grundlage (das hat selbst Libet so nie behauptet). In diesen Teilen wirkt das Buch manchmal wie das Gründungsmanifest einer neurobiologistischen Religion.

Interessant finde ich am Ende seine Ideen zur sich entwickelten "Religion" des "Dataismus", mit dem freien Fluss aller Information als anzubetenden Fetisch. Ein bisschen wird das Buch dadurch gerettet. ( )
  Florian_Brennstoff | Apr 15, 2019 |
Ein kongeniales Buch über unsere Zukunft und unsere Fehler der Gegenwart und Vergangenheit. Drei Punkte Abzug gibt es dafür, dass Harari so ganz genau weiß, wer die beiden Schurkenstaaten sind: Nordkorea und Iran. Diese Dummheit nervt sehr und zeigt, dass selbst Intellektuelle zeitweilig von der Krankheit namens Propaganda betroffen sind. ( )
  Riverblue13 | Jun 18, 2017 |
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AutorennameRolleArt des AutorsWerk?Status
Harari, Yuval NoahHauptautoralle Ausgabenbestätigt
Giménez, Esther RoigÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Heijne, BasVorwortCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Holdorf, JürgenErzählerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Perkins, DerekErzählerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Retzlaff, JoachimÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Ros i Aragonès, JoandomènecÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Wirthensohn, AndreasÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
林俊宏ÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
יהב, איציקיועץCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
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Epigraph (Motto/Zitat)
Widmung
Für meinen Lehrer S. N. Goenka (1924 - 2013), der mir mit viel Liebe wichtige Dinge beigebracht hat
Erste Worte
Die neue menschliche Agenda

Beim Anbruch des dritten Jahrtausends erwacht die Menschheit, streckt ihre Glieder und reibt sich die Augen.
Zitate
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The study of the human mind has so far assumed that Homo sapiens is Homer Simpson.
(p 76) ... To understand all this we need to go back and investigate who Homo Sapiens really is, how humanism became the dominant world religion and why attempting to fulfil the humanist dream is likely to cause its disintegration. This is the basic plan of the book.
(p 153) Humans nowadays completely dominate the planet not because the individual human is far smarter and more nimble-fingered than the individual chimp or wolf, but because Homo Sapiens is the only species on earth capable of cooperating flexibly in large numbers. Intelligence and toolmaking were obviously very important as well. But if humans had not learned to cooperate flexibly in large numbers, our crafty brains and deft hands would still be splitting flint stones rather than uranium atoms.
(p 253) In a capitalist world the lives of the poor improve only when the economy grows. Hence they are unlikely to support any steps to reduce future ecological threats that are based on slowing down present-day economic growth. Protecting the environment is a very nice idea, but those who cannot pay their rent are worried about their overdraft far more than about melting ice caps.
Letzte Worte
(Zum Anzeigen anklicken. Warnung: Enthält möglicherweise Spoiler.)
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Hinweis zur Identitätsklärung
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"First published as A History of Tomorrow in Hebrew in Israel in 2015 by Kinneret Zmora-Bitan Dvir."
"Previously published in Great Britain in 2016 by Harville Secker, a division of Penguin Random House Group Ltd."--Title-page verso.
Verlagslektoren
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Werbezitate von
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Originalsprache
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Anerkannter DDC/MDS
Anerkannter LCC

Literaturhinweise zu diesem Werk aus externen Quellen.

Wikipedia auf Englisch

Keine

Bei Anbruch des dritten Jahrtausends erwacht die Menschheit, streckt ihre Glieder und reibt sich die Augen: "Mal sehen, was heute auf der Agenda steht." In dem Kultbuch und Weltbestseller "Eine kurze Geschichte der Menschheit" erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In "Homo Deus" erkundet er eine noch verborgene Welt: unsere Zukunft. Hunger, Krankheit und Krieg, die Plagen der Vergangenheit, sind beherrschbar geworden. Wonach wird die Menschheit als nächstes streben? Hararis brillant und kurzweilig geschriebenes Buch fragt, was mit uns und unserem Planeten passieren wird, wenn die neuen Technologien uns gottgleiche Fähigkeiten verleihen - schöpferische ebenso wie zerstörerische - und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben. Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich und Schritt für Schritt so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind. Yuval Noah Harari wurde 1976 in Haifa, Israel, geboren. Er studierte Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und promovierte 2002 an der Oxford University. Aktuell lehrt er Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und ist Kolumnist für die israelische Tageszeitung Ha’aretz. Neben einer Vielzahl von Fachpublikationen veröffentlichte Harari 2011 Eine kurze Geschichte der Menschheit auf Hebräisch. Mittlerweile wurde das Buch in über 30 Sprachen übersetzt und weltweit über anderthalb Millionen Mal verkauft.

Keine Bibliotheksbeschreibungen gefunden.

Buchbeschreibung
In seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In „Homo Deus“ stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen – schöpferische wie zerstörerische – und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.
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