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Die Vermessung der Welt (2005)

von Daniel Kehlmann

Weitere Autoren: Siehe Abschnitt Weitere Autoren.

MitgliederRezensionenBeliebtheitDurchschnittliche BewertungDiskussionen
2,9051033,646 (3.77)136
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts machen sich zwei junge Deutsche an die Vermessung der Welt. Der eine, Alexander von Humboldt, kämpft sich durch Urwald und Steppe, befährt den Orinoko, kostet Gifte, zählt Kopfläuse, kriecht in Erdlöcher, besteigt Vulkane und begegnet Seeungeheuern und Menschenfressern. Der andere, der Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gau , der sein Leben nicht ohne Frauen verbringen kann und doch in der Hochzeitsnacht aus dem Bett springt, um eine Formel zu notieren - er beweist auch im heimischen Göttingen, dass der Raum sich krümmt. Alt, berühmt und ein wenig sonderbar geworden, treffen sich die beiden 1828 in Berlin.… (mehr)
Kürzlich hinzugefügt vonprivate Bibliothek, schlabber42, jean.herpich, RaulGonzalo, brusselsbook, Nachlass_Kalnapilis, OrinocoBooks
  1. 30
    The Invention of Nature: Alexander von Humboldt's New World von Andrea Wulf (thorold)
    thorold: Kehlmann's ironic fictional view casts a rather different light on Humboldt from Wulf's, and possibly a slightly unfair one, but both are interesting.
  2. 10
    Das Erlkönig-Manöver von Robert Löhr (spiphany)
  3. 00
    Euphoria von Lily King (JuliaMaria)
    JuliaMaria: biografische Romane großer Forscher
  4. 00
    Mason & Dixon von Thomas Pynchon (DeusXMachina)
    DeusXMachina: Another collaboration between two very different scientists.
  5. 00
    Die Gleichung des Lebens: Roman von Norman Ohler (spiphany)
  6. 00
    Das bin doch ich von Thomas Glavinic (JuliaMaria)
  7. 00
    Bow Grip von Ivan E. Coyote (Anonymer Nutzer)
  8. 00
    Imperium von Christian Kracht (HL84)
  9. 00
    Die kleine Stechardin von Gert Hofmann (spiphany)
  10. 00
    Der Wolkenatlas von David Mitchell (JuliaMaria)
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I picked this up recently remembering vaguely that I had read something positiv about it.

Nun, fast verdiente der Roman das Lob, dass ihm zuteil wurde: einfallsreich und ironisch liest es sich leicht und fließend - (trägt die durchweg indirekte Rede dazu bei? Es scheint wie ein Widerspruch, könnte aber doch stimmen, denn fällt nicht dadurch der spöttelnde Schatten des Autors auf die Reden?) -, nur sollte man nie vergessen, dass es ein Roman ist und keine Biographie von Gauss und Humboldt! Kehlmann spottet über sich selbst und sein Buch (dies muß man ihm anrechnen!), wenn er Humboldt im Gespräch mit Gauss sagen läßt: „Künstler vergäßen zu leicht ihre Aufgabe: das Vorzeigen dessen, was sei. Künstler hielten Abweichungen für Stärke, aber Erfundenes verwirre die Menschen. … Romane, die sich in Lügenmärchen verlören, weil der Verfasser seine Flausen an die Namen geschichtlicher Personen binde. - Abscheulich, sagte Gauß.“ (S. 221)
Nun aber macht Kehlmann genau das! Und verlacht er damit nicht auch die arglosen Leser, die glauben, hier lebendig geschriebene Biografien zu lesen?!

Warum das? Nur des Spaßes wegen? F. Holl zitiert Kehlmann: „Die große Möglichkeit historischen Erzählens besteht eben darin, Geschichte, vorbei an den festgeschriebenen Versionen, auf solche Art neu zu fassen, dass dabei gemeinhin verschwiegene oder übersehene Wahrheiten sichtbar werden.“ und „Im Dienste der Wahrheit musste ich eben hie und da die Richtigkeit manipulieren.“ Holl folgert: ‚Der Autor Kehlmann beansprucht somit, neue Wahrheiten sichtbar zu machen. Er ist damit, nach seiner eigenen Logik, nicht nur Schöpfer seiner literarischen Figuren, sondern auch Enthüller einer bislang übersehenen historischen Wahrheit.‘ - Fragt sich nur welcher Wahrheit?! Und wir, Du und ich, was folgern wir? Ich wenigstens habe eine Antwort darauf.

Lies das Buch, wenn Du es nicht sein lassen kannst; lies aber dann auch die Kritiken von F. Holl: Daniel Kehlmanns neu erfundener Humboldt und Frans Oort über Kehlmanns Gauss Porträt - ein ziemlich schablonenhaftes Porträt eines ‚bad tempered‘ Gauss: „His personality obviously was complex, and definitely more interesting than what we see in the portrait of Gauss given by Kehlmann.“ (http://www.ams.org/notices/200806/tx080600681p.pdf)

Kehlmann makes mischief and is richly rewarded. And who pays for it?: two persons long in their graves! Wegen groben Unfugs gebe ich diesem Buch nur 1* (I-18) ( )
  MeisterPfriem | Jan 10, 2018 |
Lesbar. Keine Höhen und Tiefen aber gut geschrieben ( )
  julia.romanov | Apr 9, 2013 |
Kehlmanns 2005 erschienener 5. Roman "Die Vermessung der Welt" ist eine gelungene Mischung aus populärwissenschaftlichem, historischem und Abenteuerroman. Kehlmann baut eine gewisse Spannung auf und man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Er versteht es eine reale Begegnung zweier Personen fiktiv so zu verändern, dass sie immer noch lebendig und glaubwürdig ist.

Die beiden Hauptfiguren sind niemand anderes als die Geistesgrößen Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt. Beide treffen sich auf einem Kongress in Berlin und ein sehr humorvoller, fantasiereicher und dennoch faktengetränkter Rückblick in das Leben der Hauptfiguren des Romans beginnt. Es wird in abwechselnder Reihenfolge immer wieder ein Stück des Lebens der beiden Naturwissenschaftler beleuchtet, am Anfang und am Ende jedoch schwenkt die Handlung in die Gegenwart, in der beide leben.

Gauß und Humboldt können als Menschen nicht unterschiedlicher sein. Der eine durchlebt den schnöden Alltag mit all seinen Problemen, gibt sich aber auch den Freuden des Lebens hin. Nur die Heimat zu verlassen, kommt ihm nicht in den Sinn. Der anderer lebt so asketisch und keusch wie ein Mönch. Und Heimat kennt er nicht, nur eine unendliche Neugier und Sehnsucht nach der Ferne. Und dennoch haben beide, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise, ein und das selbe Ziel: Die Vermessung der Welt.
  FAMIbooks | Oct 11, 2011 |
Das Verfahren ist bekannt und bewährt: Man nehme einen Denker aus der deutschen Geistesgeschichte und schlage literarischen Profit aus dessen Verschrobenheit. Ganz vorzüglich ist das beispielsweise Gert Hofmann mit Georg Christoph Lichtenberg in Die kleine Stechardin gelungen. Bernhard Setzwein hat mit Nicht kalt genug einen vorzüglichen Nietzsche-Roman vorgelegt, und Klaas Huizing widmete sich in Das Ding an sich auf hoch vergnügliche Weise dem Königsberger Philosophen und Kant-Vertrauten Johann Georg Hamann. Nun versucht sich auch Daniel Kehlmann erfolgreich an diesem Genre und porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher.
Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen.

Am Ende kann man Daniel Kehlmann gleich doppelt gratulieren: Zu diesem ebenso unterhaltsamen wie niveauvollen Roman -- und zur Nominierung von Die Vermessung der Welt zum in diesem Jahr erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis. --Christian Stahl
Quelle: Amazon.de ( )
  hbwiesbaden | Jan 22, 2011 |
Witzig und intelligent, wirklich lesenswert. Besonders durch Gauß' Reflexionen habe ich einiges über die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts gelernt. Die Leistungen von Gauß und Humboldt kommen manchmal etwas kurz, vieles wird nur angedeutet und setzt Vorkenntnisse voraus. Auch der Zeitablauf wird durch den Stil, der von Anekdote zu Anekdote springt, nicht ganz deutlich. Besonders darum habe ich ein Nachwort vermisst, in dem die Erzählung in den Zusammenhang mit Fakten gestellt wird. Ein paar Jahreszahlen zum Beispiel. Und was aus Eugen Gauß geworden ist. ( )
  Liondancer | Feb 19, 2010 |
En mesterlig bog om videnskabens begrænsninger og et must for alle, der vil underholdes på højt niveau.
hinzugefügt von 2810michael | bearbeitenKristeligt Dagblad, Moritz Schramm
 
Han er som sine romanfigurer selv en lille smule genial, hvad kritikken i Tyskland for længst har bemærket. Man overgiver sig til denne romans makrokosmiske kortlægning med dens generøse blanding af løsagtighed og præcision. Og er mere end godt underholdt.
hinzugefügt von 2810michael | bearbeitenInformation, Thomas Thurah
 
En million tyskere kan sagtens tage fejl. Men det gjorde de ikke, da de købte Daniel Kehlmanns drilske geniroman Opmålingen af verden (...) Kehlmann gør det fermt, sjovt og afsindig lærd.
hinzugefügt von 2810michael | bearbeitenWeekendavisen, Joakim Jakobsen
 
I enhver henseende er bogen en storslået kunstnerisk og filosofisk bedrift af den kun 32-årige forfatter.
hinzugefügt von 2810michael | bearbeitenJyllands-Posten, Johs. H Christensen
 

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AutorennameRolleArt des AutorsWerk?Status
Kehlmann, DanielHauptautoralle Ausgabenbestätigt
Freij, Lars W.ÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Janeway, Carol BrownÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Noethen, UlrichErzählerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Nykyri, IlonaÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Olivieri, PaolaÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Vogelaar, JacqÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
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Widmung
Erste Worte
Im September 1828 verließ der größte Mathematiker des Landes zum ersten Mal seit Jahren seine Heimatstadt, um am Deutschen Naturforscherkongreß in Berlin teilzunehmen.
Zitate
Ein Hügel, von dem man nicht wisse, wie hoch er sei, beleidige die Vernunft und mache ihn unruhig. Ohne stetig die eigene Position zu bestimmen, könne ein Mensch sich nicht fortbewegen. Ein Rätsel, wie klein auch immer, lasse man nicht am Wegesrand.
Der Pastor Blickte ihn streng an. Stolz sei eine Todsünde!
(...)
Warum?
Der Pastor bat um Verzeihung. Er habe wohl falsch verstanden.
(...)Er meine es rein teologisch, sagte Gauß. Gott habe einen geschaffen, wie man sei, dann aber solle man sich ständig bei ihm dafür entschuldigen. Logisch sei das nicht.
Der Pastor äußerte die Vermutung, daß etwas mit seinen Ohren nicht stimme.
Gefragt, was er hier tue, erklärte er nervös die Technik der Triangulation.
(...)
Ein Dreieck, sagte sie, habe nur auf einer Fläche hundertachzig Grad Winkelsumme, auf einer Kugel aber nicht. Damit stehe und falle doch alles.
Er musterte sie, als sähe sie erst jetzt. Mit hochgezogenen Brauen erwiderte sie seinen Blick. Ja, sagte er. So. Um das auszugleichen, müsse man Dreiecke gewissermassen nach der Messung zu unendlich kleiner Größe schrumpfen lassen. Grundsätzlich eine einfache Differentialoperation. Allerdings in dieser Form .... (...) In dieser Form , murmelte er, whärend er zu notieren begann, habe das noch keiner durchgeführt. Als er aufsah, war er allein.
Als Humboldt kurz darauf seine Instrumente einpackte, wußte er, daß die Sonne am Tag des Solstitiums von der Chaussee aus gesehen genau über ser Spitze der größten Pyramide auf- und durch die Spitze der zweitgrößten unterging. Diese ganze Stadt war ein Kalender! Wer hatte das erdacht? Wie gut hatten die Menschen die Sterne gekannt, und was hatten sie mitteilen wollen? Seit über tausend Jahren war er der erste, der ihre Botschaft lesen konnte.
Letzte Worte
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Verlagslektoren
Werbezitate von
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Originalsprache
Anerkannter DDC/MDS
Anerkannter LCC

Literaturhinweise zu diesem Werk aus externen Quellen.

Wikipedia auf Englisch (2)

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts machen sich zwei junge Deutsche an die Vermessung der Welt. Der eine, Alexander von Humboldt, kämpft sich durch Urwald und Steppe, befährt den Orinoko, kostet Gifte, zählt Kopfläuse, kriecht in Erdlöcher, besteigt Vulkane und begegnet Seeungeheuern und Menschenfressern. Der andere, der Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gau , der sein Leben nicht ohne Frauen verbringen kann und doch in der Hochzeitsnacht aus dem Bett springt, um eine Formel zu notieren - er beweist auch im heimischen Göttingen, dass der Raum sich krümmt. Alt, berühmt und ein wenig sonderbar geworden, treffen sich die beiden 1828 in Berlin.

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