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Der Zirkusbrand. Eine wahre Geschichte

von Stewart O'Nan

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"An extraordinary book. O'Nan is amazing in his handling of the abundance of facts, rumors and legends that have built up around this fire." --USA Today It was a midsummer afternoon, halfway through a Ringling Brothers Barnum and Bailey Circus performance, when the big top caught fire. The tent had been waterproofed with a mixture of paraffin and gasoline; in seconds it was burning out of control. More than 8,000 people were trapped inside, and the ensuing disaster would eventually take 167 lives. Stewart O'Nan brings all his narrative gifts to bear on this gripping account of the great Hartford circus fire of 1944. Drawing on interviews with hundreds of survivors, O'Nan skillfully re-creates the horrific events and illuminates the psychological oddities of human behavior under stress: the mad scramble for the exits; the perilous effort to maneuver animals out of danger; the hero who tossed dozens of children to safety before being trampled to death. Brilliantly constructed and exceptionally moving, The Circus Fire is history at its most compelling. "A profound remembering of the fire, its victims, its survivors, and its legacy." --The Boston Globe " O'Nan's nonfiction] is as accomplished as his fiction...as gripping as any thriller." --The Seattle Times… (mehr)
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Ich weiß nicht, wie ich an diesen Ort gelangt bin.

Alles, was ich weiß, ist dass ich rennen muss. Ich renne und renne. Immer weiter mitten auf der Straße. Links und rechts von mir Häuser. Sie alle brennen. Die Flammen greifen nach mir. Mit einem Schrei in der Kehle erwache ich.

Dies ist einer der eindringlichsten Träume meiner Kindheit. Immer wieder traten die Träume in der einen oder anderen Form auf, aber viel wichtiger ist, was sie bedeuten: Nämlich die Offenbarung meiner Angst vor dem Feuer.

Klar, das Buch heißt „Der Zirkusbrand“, offensichtlich wird hier also die Geschichte eines Feuers erzählt. Vielleicht sterben auch Menschen. Was mir nicht klar war: Hier wird gar kein Roman erzählt. Keine fiktive Geschichte also, mit fiktiven handelnden Personen. Keine Story á la 8 Blickwinkel. Ernüchternd muss ich nach den ersten paar Seiten feststellen, dass es sich um ein Sachbuch handelt.

Doch die Ernüchterung hält nicht lange an – vielleicht die ersten paar Kapitel nur. Danach folgt Entsetzen, Ekel, Angst und gleichzeitig eine Faszination, wie sie nur ein Massenunglück hervorrufen kann.

Wir schreiben den 6. Juli 1944.

Der Zirkus steht schon einige Tage in Hartsford und auch an diesem Nachmittag sind viele Menschen gekommen, um sich die Vorstellung anzusehen. Der Zirkus ist für sie eine Ablenkung. Der Krieg ist hier nah und keiner will ständig darüber nachdenken müssen. So sind es vordringlich Mütter mit ihren Kindern, die an dem schicksalhaften Tag die Vorstellung besuchen. Das Zelt ist voll. Tausende von Menschen passen in das Hauptzelt hinein. Knapp 160 von ihnen sollen es nicht mehr lebend verlassen.

Denn gerade beginnt die Hochseilattraktion als sich eine Flamme durch das Dach des Zirkuszeltes frisst. Innerhalb weniger Minuten brennt die Zirkuswand wie Zunder, denn um es wasserdicht zu machen, wurde es mit Parrafin – einem Benzingemisch – behandelt. Nach der ersten Starre begreifen die Ersten den Ernst der Lage. Je größer das Feuer, desto größer auch die Angst und somit die Rücksichtslosigkeit. Aber es gibt auch Helden, tragische als auch glückliche.

Von Brand zu Brand

Bevor sich der Autor – der dieses Buch übrigens schrieb, weil es noch keine passende Abhandlung zu diesem Thema gab – voll und ganz auf diesen einen Tag im Juli konzentriert, berichtet er von anderen Bränden, die oft glimpflicher ausgingen als der große Brand in Hartsford.
Doch lange werden wir als Leser vor den Grausamkeiten nicht verschont. Immer wieder wechselt er die Perspektiven. Er beschreibt Menschen wie sie: zum Zirkus fahren, warum sie es gerade an diesem Tag eben nicht taten, wen sie verabschiedeten, wen sie zum letzten Mal sahen, wie sie zum Zirkus kamen, was sie taten bevor die Vorstellung begann, wo sie saßen. Wir begleiten so viele Menschen an diesem Tag, der Wechsel erfolgt so schnell, dass wir eine Weile brauchen, uns einen Überblick über das Gewimmel zu schaffen.

Der Fokus und damit auch der längste Teil des Buches liegen auf dem Tag des Ereignisses. Er berichtet, wie die Menschen sterben, wer es schafft und wer nicht. Wer es erst geschafft hat und dann den Kampf trotzdem verloren hat. Er beschreibt die Geschichte eines Jungen, dessen Vater ihn aus dem Zelt rettete, um dann wieder hineinging, um weitere Kinder zu retten. Der Junge sollte am Wagen warten. Später treffen wir diesen Jungen wieder. Am Wagen seines Vaters. Der Vater hat es nicht geschafft. Solche Momente sind es, die mich schlucken lassen, die es mir fast unmöglich machen, das Buch weiterzulesen. Denn nichts ist schlimmer, als die Realität.

Doch O´Nan macht nicht an diesem Tag halt.

Er berichtet von den nachfolgenden Tagen, von der Identifizierung der kenntlichen und unkenntlichen Leichen. Von dem Kampf der Verletzten, von Glück und Unglück. Von Polizisten, die ihre Arbeit machen, von Ermittlern, die Herz zeigen. Aber auch die Ereignisse der folgenden Jahre und Jahrzehnte zeigt er auf. So bildet sich ein umfassender Bericht über die damaligen Geschehnisse. Zuweilen ist es sehr emotional. O´Nan schont seinen Leser nicht, bleibt nicht nur an der sachlichen Oberschicht. Es ist die Brutalität des Feuers, die uns durch dieses Buch wieder klar wird. Ein Feuer ist unberechenbar, tödlich und verheerend.

Zirkusse sind heute weniger beliebt, als noch in den 40er Jahre. Sei es, weil sie ihren Zauber verloren haben oder weil uns bewusst geworden ist, wie sehr Tiere durch so eine Haltung und Dressur gequält werden. Als Kind war ich ein oder zweimal im Zirkus. Es ist nie etwas passiert. Ich erinnere mich nur an den Gestank und die Wärme im Zelt. Und die Höhe der Bankreihen und das mir manchmal schwindlig wurde, wenn ich hinunter geschaut habe. An diesem Ort zu sterben, stellt man sich als Kind nicht vor. Doch die Bilder von früher waren auch beim Lesen präsent und holten das, was dort geschrieben steht, noch mehr in die eigene Realität. ( )
  TheFallingAlice | Jan 18, 2017 |
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AutorennameRolleArt des AutorsWerk?Status
Stewart O'NanHauptautoralle Ausgabenberechnet
Hill, DickErzählerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
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A carnival should be all growls, roars like timberlands stacked, bundled, rolled and crashed, great explosions of lion dust, men ablaze with working anger, pop bottles jangling, horse buckles shivering, engines and elephants in full stampede through rains of sweat while zebras neighed and trembled like cage trapped in cage.

But this was like old movies, the silent theater haunted with black-and-white ghosts, silvery mouths opening to let moonlight smoke out, gestures made in silence so hushed you could hear the wind fizz the hair on your cheeks.

More shadows rustled from the train, passing the animal cages where darkness prowled with unlit eyes and the calliope stood mute save for the faintest idiot tune the breeze piped wandering up the flues.

The ringmaster stood in the middle of the land. The balloon like a vast moldy green cheese stood fixed to the sky. Then - darkness came.
--Ray Bradbury, Something Wicked This Way Comes
Widmung
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This book is for everyone who went to the circus that day --
those who came home
and those who stayed.
Erste Worte
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Foreword: I did not want to write this book.
They played by the lake, their tops guyed out on the lot by Municiple Stadium.
Zitate
Letzte Worte
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Originalsprache
Anerkannter DDC/MDS
Anerkannter LCC

Literaturhinweise zu diesem Werk aus externen Quellen.

Wikipedia auf Englisch

Keine

"An extraordinary book. O'Nan is amazing in his handling of the abundance of facts, rumors and legends that have built up around this fire." --USA Today It was a midsummer afternoon, halfway through a Ringling Brothers Barnum and Bailey Circus performance, when the big top caught fire. The tent had been waterproofed with a mixture of paraffin and gasoline; in seconds it was burning out of control. More than 8,000 people were trapped inside, and the ensuing disaster would eventually take 167 lives. Stewart O'Nan brings all his narrative gifts to bear on this gripping account of the great Hartford circus fire of 1944. Drawing on interviews with hundreds of survivors, O'Nan skillfully re-creates the horrific events and illuminates the psychological oddities of human behavior under stress: the mad scramble for the exits; the perilous effort to maneuver animals out of danger; the hero who tossed dozens of children to safety before being trampled to death. Brilliantly constructed and exceptionally moving, The Circus Fire is history at its most compelling. "A profound remembering of the fire, its victims, its survivors, and its legacy." --The Boston Globe " O'Nan's nonfiction] is as accomplished as his fiction...as gripping as any thriller." --The Seattle Times

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