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Austerlitz (2001)

von W. G. Sebald

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MitgliederRezensionenBeliebtheitDurchschnittliche BewertungDiskussionen
3,624842,718 (4.15)208
In the summer of 1939, five-year-old Jacques Austerlitz is sent to England on one of the so-called Kindertransports and placed with foster parents in Wales. For reasons of their own, the childless Calvinist couple erase from the boy all knowledge of his identity. Austerlitz, who eventually becomes an architectural historian, goes through life assiduously avoiding all clues that might point to his origins and to the fate of his true parents. It is only in his retirement that the past returns to haunt him and makes him explore what happened to him half a century ago.… (mehr)
Kürzlich hinzugefügt vonspnvgriffin, private Bibliothek, Feathered-Friend, ahblake, alo1224, gregcarew, marthahurst, Marietje.Halbertsma, merrileer
NachlassbibliothekenLeslie Scalapino
  1. 00
    Heshel's kingdom von Dan Jacobson (perodicticus)
    perodicticus: Sebald mentions Jacobson's book in the final pages of Austerlitz, and it's well worth a read.
  2. 00
    Götz und Meyer von David Albahari (DieFledermaus)
  3. 00
    Garten, Asche von Danilo Kiš (DieFledermaus)
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Wie in der Zeit und dem Raum dieser Welt leben, in der Erinnerungslosigkeit und der Heimatlosigkeit, wie, wenn sie einmal geraubt wurden, die Erinnerung und eine Heimat wiederfinden? Verzweifelte Versuche, dennoch nicht aufzugeben:

"..., daß die ins Überdimensionale hinausgewachsenen Bauwerke schon den Schatten ihrer Zerstörung vorauswerfen und ..." (32)
Die Uhr in der Antwerpener Centraal Station: "... und wie schrecklich uns jedesmal, trotzdem wir es doch erwarteten, das Vorrücken dieses, einem Richtschwert gleichenden Zeigers schien, wenn er das nächste Sechzigstel einer Stunde von der Zukunft abtrennte ..." (17)
"Das Staatsarchiv in Prag untergebracht in einem ... außerhalb der Zeit stehenden Bau." (211)
"Es ist mir immer, sagte Austerlitz, als gäbe es überhaupt keine Zeit, sondern nur verschiedene, nach einer höheren Stereometrie ineinander verschachtelten Räume, zwischen denen die Lebenden und Toten, je nachdem es ihnen zumute ist, hin und her gehen können, ..". (269)
(IV-12) ( )
  MeisterPfriem | Apr 21, 2012 |
3596148642

Winfried G. Sebald “Austerlitz”

* 18. Mai 1944 in Wertach, Allgäu; † 14. Dezember 2001 in Norfolk, England bei einem Autounfall

Zum Inhalt:

Der nicht weiter benannte “Ich –Erzähler” begegnet in den 60iger Jahren in Belgien Jacques Austerlitz, dem er in den folgenden Jahrzehnten immer wieder über den Weg laufen wird. Dieser rückt immer mehr in den Vordergrund der Geschichte und enthüllt uns nach und nach seine Lebensgeschichte. Geboren um 1934, aufgewachsen in einer walisischen, recht kommunikationsarmen Pfarrersfamilie, entdeckt er bei Schulprüfungen - und erst nach dem Tod seiner „Mutter“ und dem Abgleiten des „Vaters“ in den Wahnsinn - , dass sein wahrer Name nicht Dafydd Elias, sondern eben Jacques Austerlitz ist. Doch niemand ist da, ihn über seine wahre Herkunft aufzuklären und so bleibt er in den kommenden Lebensjahrzehnten wie „ohne Wurzeln und Heimat“ und in einer „Abgesondertheit“, bis er, der spätere Professor für Architekturgeschichte, erst Anfang der 90iger Jahre eines Tages in einem Londoner Bahnhof ein „Déjà-Vu“ Erlebnis hat und er plötzlich erinnert, wie er also 1938 als Vierjähriger mit einem kleinen Rucksack in einem Kindertransport aus Prag hier landete und von seiner Gastfamilie abgeholt worden ist. Nun macht er sich auf die Spuren seiner wahren Eltern und bricht nach Prag auf, wo er tatsächlich durch Archive die ehemalige Adresse findet und nun seine greise Kinderfrau wieder findet. Die Reise zu den Ursprüngen wird ihn noch weiter führen und bringt ihn in der eigenen Vita direkt mit den Gräueln der Naziherrschaft in Berührung...

Ein paar Anmerkungen:

Diese Erzählung ist eine mir ganz neu erscheinende Mischung zwischen Roman, präzisen Beschreibungen (z.B. der Bauten, Bahnhöfe etc.), fast tagebuchähnlichen Bemerkungen und auch schwarz-weiß Photos sowie Skizzen, die das Realistische des Buches unterstreichen. Es liegt klar auf der Hand, dass Sebald viel recherchiert hat für dieses Buch. Diese Gründlichkeit mag erklären, dass er in seiner Schaffenskraft „nur“ 4/5 Romane geschrieben hat?!

In einem großen Teil seines Lebens wird der unglaublichen Wissensanhäufung bei Austerlitz über die verschiedensten Aspekte der Architektur eine Verweigerung an Erinnerung gegenübergestellt. Bezeichnend für diese umfassende Periode der Wurzellosigkeit in seinem Leben sind - ich zitiere typische Begriffe aus dem Roman – das Gefühl der „Heimatlosigkeit“, die „Vereinzelung“, die „Verlorenheit“, das „Verstoßensein“ usw. Als Frage zu diesem Thema könnte man für Austerlitz vielleicht formulieren: Wie kann man aus der Fremde bei sich ankommen?
Erst im Laufe des Buches wird langsam klar, dass der „Krieg und die Vertreibung“ in diesem Leben allgegenwärtig waren und sind. Darin: in der Frage der Identität, des Krieges und des Umganges mit Erinnerung scheinen wesentliche Themen aus Sebalds Leben selber hoch zu kommen: er verließ im Aufruhr gegen das Nachkriegsdeutschland und seinen Umgang mit der Vergangenheit Deutschland und lebte dann in England.

Die Erinnerung an das geschichtlich Geschehene wird zur Aufgabe, die Austerlitz in gewisser Weise dem „Ich-Erzähler“, und Sebald indirekt uns, anvertraut.

Von Beginn an fiel mir die sehr schöne, präzise, aber auch „anstrengende“, oft in indirekter Rede geschriebene Sprache Sebalds auf. Das Buch ist quasi ohne Absatz verfasst und man findet schwer eine „Atempause“.
Es gibt ebenfalls einige sehr gute Bemerkungen und Beobachtungen über die Sprache und deren Verlust.
Besonders beeindruckt hat mich die Verwandtschaft, Parallelität zwischen beschriebener Landschaft, bzw. Beschreibungen von Bauten (insbesondere Bahnhöfe, Festungen, auch die neue französische Nationalbibliothek) UND der inneren Seelenlandschaft, Verfasstheit. Da wird das Äußere zum Spiegel für innere Gegebenheiten.

Das war mein „erster“, aber sicherlich nicht mein letzter Sebald!

Keine „leichte“ Lektüre für zwischendurch, aber rundum empfehlenswert für die an oben angedeuteten Themen Interessierten!!!

*****

( )
  tomfleo | Nov 18, 2008 |
He is one of the most gripping writers imaginable. It's not the story so much that takes hold of the reader: it's the descriptions and the meditations, which can be hallucinatory in their effect. This is true of all his books, but in Austerlitz the proportion of rumination and evocation to narrative is larger than ever.
hinzugefügt von jburlinson | bearbeitenNew York Review of Books, Gabriele Annan (bezahlte Seite) (Nov 1, 2001)
 

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AutorennameRolleArt des AutorsWerk?Status
Sebald, W. G.Hauptautoralle Ausgabenbestätigt
Bell, AntheaÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Charvát, RadovanÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Hengel, Ria vanÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Krüger, MichaelErzählerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Matthews, RichardErzählerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Vigliani, AdaÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Wood, JamesEinführungCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
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Zugehörige Filme
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Epigraph (Motto/Zitat)
Widmung
Erste Worte
In der zweiten Hälfte der sechziger Jahre bin ich, teilweise zu Studienzwecken, teilweise aus anderen, mir selber nicht recht erfindlichen Gründen, von England aus wiederholt nach Belgien gefahren, manchmal bloss für ein, zwei Tage, manchmal für mehrere Wochen.
Zitate
Letzte Worte
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Hinweis zur Identitätsklärung
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Don't combine this title with Young Austerlitz which is merely an extract of the complete work.
Verlagslektoren
Werbezitate von
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Originalsprache
Anerkannter DDC/MDS
Anerkannter LCC

Literaturhinweise zu diesem Werk aus externen Quellen.

Wikipedia auf Englisch (1)

In the summer of 1939, five-year-old Jacques Austerlitz is sent to England on one of the so-called Kindertransports and placed with foster parents in Wales. For reasons of their own, the childless Calvinist couple erase from the boy all knowledge of his identity. Austerlitz, who eventually becomes an architectural historian, goes through life assiduously avoiding all clues that might point to his origins and to the fate of his true parents. It is only in his retirement that the past returns to haunt him and makes him explore what happened to him half a century ago.

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Nachlassbibliothek: W. G. Sebald

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