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Stammheim : der Prozeß gegen die Rote Armee…
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Stammheim : der Prozeß gegen die Rote Armee Fraktion

von Pieter H. Bakker Schut (Verfasser), Ingo Wulff (Umschlaggestaltung und Ausstattung), Hamburg Utesch Satztechnik (Satz), Leck Clausen & Bosse (Druck)

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Mitglied:Aficionado
Titel:Stammheim : der Prozeß gegen die Rote Armee Fraktion
Autoren:Pieter H. Bakker Schut (Verfasser)
Weitere Autoren:Ingo Wulff (Umschlaggestaltung und Ausstattung), Hamburg Utesch Satztechnik (Satz), Leck Clausen & Bosse (Druck)
Info:Kiel : Neuer Malik-Verl., 1986. - 685 S. - Gesetzt aus der Souvenir
Sammlungen:Deine Bibliothek
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Stammheim. Der Prozeß gegen die Rote Armee Fraktion: Die notwendige Korrektur der herrschenden Meinung von Pieter H. Bakker Schut

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Klappentexte: "Denn sie wissen, was sie tun". Im Jahre 1931, also kurz vor der Machtergreifung des Nationalsozialismus, erschien im Malik-Verlag ein vielbeachtetes Buch Ernst Ottwalts mit den Titel: "Denn sie wissen, was sie tun.". Zusammen mit Emil J. Gumbels ähnlich bedeutsamen Werk, "Vom Fememord zur Reichskanzlei", ist es die brilliantes Abrechnung mit der Klassenjustiz der Weimarer Republik. Die Intention beider Autoren war weniger die getreuliche historische Aufarbeitung der "Justiz der Reichen", sondern mehr die Auseinandersetzung mit unterschwellig vorhandenen Entwicklungen und Tendenzen, die in ihrem furchtbaren Ergebnis zur "Rechtsprechung" des "Dritten Reiches" führten. Das Buch Pieter H. Bakker Schuts will genauso gelesen und verstanden werden. Sage also keiner, er habe von all dem nichts gewußt. Politische Gefangene, Hochsicherheitstrakte, Isolation und Kontaktsperre sind nur einige der Tatsachen, die jeder "sehen kann, der sehen will." Prozeßveranstaltungen in einer eigens dafür gebauten, auf Gefängnisgebiet liegenden Gerichtsfestung sind keine "Klassiker", der deutschen Gerichtsbarkeit. Sie sind bis zum heutigen Tag gegenwärtiges Geschehen. Zusammen mit den politisch verfügten Eingriffen in das Prozeßrecht und begleitet von den Toden nicht nur der Insassen des siebenten Stocks zu Stammheim, ergibt sich das Bild einer möglichst, rücksichtslosen und vorbeugenden Abrechnung mit einer nicht integrierbaren politischen Opposition: auf allen Ebenen und in allen dem Staat heute möglich und sinnvoll erscheinenden Varianten. Es ist das Bild einer Republik, die niemals wirklich und endgültig Abschied vom faschistischen Erbe genommen hat. Bakker Schuts Buch ist mithin ein Anstoß zur erforderlichen "rationalen Erregung", ein Anstoß zum Erschrecken, Nachdenken und Auseinandersetzen über einen Anschnitt deutscher Nachkriegsgeschichte, der die Gesellschaft nicht nur aufgewühlt, sondern auch nachhaltig verändert hat und dessen Ergebnisse bis auf den heutigen Tag die politischen Auseinandersetzungen prägen. (Hans Branscheidt, Frankfurt) / Pieter H. Bakker Schut, geb in Haarlem/Niederlande. Studium der Rechtswissenschaften. Während des Militärdienstes Ausbildung zum Verhörspezialist im Offiziersrang. Seit 1967 Rechtsanwalt in Amsterdam und Utrecht. Bakker Schut verteidigt seit 1975 Gefangene aus der RAF; u.a. vertrat er 1976 Andreas Baader im Verfahren vor der Europäischen Menschenrechtskommission in Straßburg. 1977/1978 verteidigte er in den Niederlanden Knut Folkerts, Christoph Wackernagel und Gerd Schneider und vertrat 1980 Sieglinde Hofmann im Auslieferungsverfahren in Paris. Zur Zeit ist er Anwalt von Knut Folkerts und Adelheid Schulz
Vorwort: Der niederländische Rechtsanwalt Pieter H. Bakker Schut legt mit dieser Abhandlung eine juristisch-politische Analyse des Stammheimer Prozesses vor. Das war überfällig. Daß diese Analyse bisher von keinem deutschen Verteidiger erbracht wurde, hat seine Gründe. Stammheim ist eben nicht nur ein klassisches Beispiel eines politischen Prozesses, bei dem ein justizförmiges Verfahren politischen Zwecken dienstbar gemacht wurde. In Stammheim sollten Angeklagte nicht nur in einem Schauprozeß mit allen Mitteln staatlicher Machtentfaltung zur Strecke gebracht werden, weil sie den Versuch unternommen hatten, "die in der Bundesrepublik Deutschland bestehende freiheitlich-demokratische Grundordnung gewaltsam zu beseitigen". Stammheim war nicht nur die Abrechnung der Herrschenden mit jenen, die ihnen den bewaffneten Kampf angesagt hatten. Sicher, all das war Stammheim auch. Aber sein historischer Stellenwert reicht weiter. Stammheim ist der Ort, an dem die BRD ihre "freiheitlich-demokratische Grundordnung" und ihre ganze Nachkriegsgeschichte gegen den Angriff und die Anklage der Angeklagten aus der Schußlinie nehmen und den politischen Prozeß abwürgen mußte, die physische Vernichtung der Angeklagten in ihren Gefängniszellen eingeschlossen. Stammheim ist der Ort, an dem zum erstenmal in der Justizgeschichte der BRD die Grundsätze der präventiven Konterrevolution wissenschaftlich erprobt wurden: von den Isolationshaftprogrammen made in USA bis hin zum Bau eines Prozeßbunkers auf Gefängnisgelände, vom auf seinen Stuhl manipulierten Gerichtsvorsitzenden bis hin zum offenen Gesetzesbruch durch Abhören der Verteidigergespräche und der Gefängniszellen, von der Zerschlagung der Verteidigung durch Sondergesetze, Verteidigerausschlüsse, Verhaftungen und Berufsverbote bis zur Verhängung totaler Kontaktsperren. Die Angeklagten haben den Charakter ihrer Auseinandersetzungen mit den Herrschenden auf den Begriff (Volks-)Krieg gebracht, wohl wissend, daß für diese Ebene der Klassenauseinandersetzung (noch) die gesellschaftlichen Voraussetzungen fehlten. Stammheim, sein paramilitärisches Sicherheitsritual, seine staatspolizeiliche Durchdringung, seine Architektur sind jedoch ein einziger Beweis dafür, daß die Machthaber die Herausforderung der RAF auf demselben Nenner der (verdeckten) Kriegsführung angenommen haben. Stammheim ist zu einer Art von justitiellem Vorfeld des Krieges geworden, zu einem Testplatz der Aufstandsbekämpfung. Für viele Verteidiger wurde Stammheim zum Trauma. Anstatt Stammheim zu verarbeiten, verdrängten sie es. Auch mir stehen die Ereignisse in und um Stammheim noch so unmittelbar vor Augen, daß ich nicht in der Lage gewesen wäre, das in Angriff zu nehmen, was Pieter H. Bakker Schut zu Ende gebracht hat: den schwierigen Versuch, als "teilnehmender Beobachter" einen fundierten Beitrag zur Geschichtsschreibung des Stammheimer Prozesses zu leisten. (Klaus Croissant)
  Aficionado | Nov 27, 2021 |
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