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Das verborgene Wort: Roman (2001)

von Ulla Hahn

Reihen: Hilla Palm (1)

MitgliederRezensionenBeliebtheitDurchschnittliche BewertungDiskussionen
1463151,590 (4.4)3
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In diesem autobiografischen Buch schildert die Autorin, wie sie als das sprichwörtliche "Katholische Arbeitermädchen vom Land" in den 1950er Jahren ihren Bildungshunger durchsetzt. Die auch heute noch vorzufindende Problematik. dass Eltern bzw. Familienangehörige von Bildungsaufsteigern eine Abwertung und Entfremdung durch den Erfolg ihrer Kinder erfahren, ist in diesem Buch allgegenwärtig. Das Mädchen Hildegard ist mit jeder einzelnen Lebensfrage des Aufwachsens alleine gelassen und findet nur in der Literatur Halt und Rat.
Dennoch kann ich das Buch nicht uneingeschränkt loben. Die extrem detalillierte und ausführliche Schilderung vieler einzelner Begebenheiten in chronologischer Reihenfolge fand ich eher mühsam und wenig innovativ. Aus meiner Sicht hätte das Buch viel gewonnen, wenn die Autorin exemplarische Szenen ausgebaut und auf viele weitere Details verzichtet hätte.
Es gibt ja große, mitreißende Szenen im Buch, die alles sagen, fast überliest man sie neben all dem anderen.
Dass ein extrem hoher Anteil des Buches auf Kölsch geschrieben ist, ist von der Intention her verständich, aber macht die Lektüre nicht einfacher. ( )
  Wassilissa | Jan 4, 2020 |
Eins meiner absoluten Lieblingsbücher! Man begleitet die Protagonistin Hildegard Palm, die im Rheinland der 50er Jahre aufwächst, durch die Höhen und vor allem auch durch die Tiefen des Heranwachsens im dörflichen und katholischen Unterschichtenmilieu. Sie muss erst noch lernen sich über das Unverständnis und die religiöse Engstirnigkeit der Familie hinwegzusetzen. Dabei helfen ihr der Großvater mit den "Buchsteinen" sowie die Welt der Bücher und der Literatur. Sie baut sich eine regelrechte Parallelwelt auf, um ihrem Hunger auf Bildung gerecht werden zu können und um der geistigen Enge und Einfachheit des Dorflebens zu entkommen.
Ulla Hahns biografisch gefärbter Roman fesselt einen ab der ersten Seite und ihre poetische Sprache lassen einen hungrig jede Seite verschlingen. Wenn man am Anfang noch etwas über den stellenweise vorkommenden rheinischen Dialekt stolpert, so ist dieser nach den ersten zwanzig Seiten nicht mehr wegzudenken und trägt wesentlich zu der Authentizität des Buches bei. Es ist nicht schwierig sich mit der jungen Hildegard zu identifizieren, man leidet und fiebert mit, nicht zuletzt auch wegen der Perspektive der Ich-Erzählerin.
Die Geschichte ist einfach gut, aber eine gute Geschichte reicht nicht, um diese Gier des Lesens auszulösen. Dazu braucht es auch eine gute Sprache, wie in diesem Fall. Hahn zeichnet jeden Charakter mit äußerster Genauigkeit aufs Papier und stattet ihren Roman mit vielen Bildern aus, dass sich auch der letzte Leser - ob jung, ob alt- eine Vorstellung von der Gesellschaft dieser Zeit machen kann. Mit ihrer Sprachfantasie kann sie einfach nur begeistern!
Hildegards Geschichte wird in zwei weiteren tollen Büchern fortgesetzt. "Lommer jon!" ( )
2 abstimmen RachelFein11 | May 16, 2015 |
Im Wettstreit um das katholischste Milieu einer Romanhandlung hat sie dem unerreichbar führenden Heinrich Böll einige Punkte abgenommen: Ulla Hahn, Rheinländerin wie Böll, schildert in Das verborgene Wort eine Nachkriegskindheit, die so bedrückend katholisch ist, dass man Mühe hat, sich ins Gedächtnis zurückzurufen: Ja, genauso war es. So wird der Ich-Erzählerin Hildegard als Kleinkind nach ihren ersten vier Worten ("Mama", "Wauwau", "Bäbä" und "Hamham") gleich ein Gebet beigebracht; die Nachbarin rechnet sich derweil aus, dass sie dreieinhalb Jahre lang täglich einen schmerzensreichen Rosenkranz und fünf Vaterunser beten muss, um ihrer Schwiegermutter, die ohne letzte Ölung gestorben war, aus dem Fegefeuer in den Himmel zu helfen. Es fällt schwer, das zu glauben, aber so ging es wohl wirklich mal zu in Deutschland.
Das heranwachsende Mädchen, ein neugieriges, aufgeschlossenes Kind, wird beinahe erdrückt von dieser muffigen Enge. Die Verständnislosigkeit der Eltern und die unnachgiebige Strenge der gottesfürchtigen Großmutter lassen Hildegard fast zerbrechen -- wäre da nicht der Großvater, der ihr mit verwunschenen Geschichten das Tor zum Reich der Fantasie öffnet. Sie tritt ein in die Welt der Bücher und in dieser Welt findet sie ihr Zuhause, hier ist sie so frei, wie sie es im echten Leben nicht sein kann.

Ulla Hahn, als Lyrikerin eher die knappe literarische Form gewohnt, lässt beim Erzählen dieser (ihrer?) Kindheitsgeschichte alle Selbstbeschränkung fahren -- durch fast 600 Seiten hat man sich zu kämpfen. Das ist nicht immer einfach, denn die sehr poetische Sprache und vor allem der Versuch, den rheinischen Dialekt wiederzugeben, verlangen dem Leser einiges ab. Doch es lohnt sich: Das verborgene Wort ist eine wunderschöne emotionsgeladene Hymne auf die Kraft der Fantasie
Quelle: Amazon.de

Das beste, was ich seit langer Zeit gelesen habe. ( )
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  hbwiesbaden | Jan 20, 2011 |
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Erste Worte
Lommer jonn, sagte der Großvater, laßt uns gehen, griff in die Luft und rieb sie zwischen den Fingern.
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Letzte Worte
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Verlagslektoren
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Originalsprache
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Anerkannter LCC

Literaturhinweise zu diesem Werk aus externen Quellen.

Wikipedia auf Englisch (1)

Keine Bibliotheksbeschreibungen gefunden.

Buchbeschreibung
Hildegard Palm, 1945 in Dondorf bei Köln geboren, ist die Tochter eines ungelernten Arbeiters und dessen Frau Maria, erzogen im katholischen Glauben. »Wie viele Seiten hat ein Ding?« fragt die Sechsjährige ihren Großvater. »So viele, wie wir Blicke für sie haben«, antwortet er. Ihren Eltern ist Hilde verdächtig. Sie ist ganz offensichtlich aus der Art geschlagen, will sich nicht anpassen an die Regeln der Arbeiterklasse, strebt nach Höherem, spricht Hochdeutsch und rezitiert Schiller. Das weckt Mißtrauen und Angst in ihrer Familie. Als sie neun Jahre alt ist, legt sie eine Sammlung schöner Sätze und Wörter an - als Gegenwelt zum Gebrüll ihres Vaters und dem ängstlichen Geflüster der Mutter. Bücher werden zu ihrer Rettungsinsel …
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