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Homo Faber (1957)

von Max Frisch

Weitere Autoren: Siehe Abschnitt Weitere Autoren.

MitgliederRezensionenBeliebtheitDurchschnittliche BewertungDiskussionen / Diskussionen
2,388304,844 (3.8)1 / 60
Ein Bericht eines Mannes, der nur an Tatsachen glaubt, aber durch eigene jähe Entschlüsse das Verhängnis heraufordert und seine eigene Unvollkommenheit erkennen muss.
Kürzlich hinzugefügt vonKrisztina79, private Bibliothek, Nachlass_Kalnapilis, danishiqbal, autoclave, solter, the.ken.petersen, highlowandinbetween
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“Ich nannte sie eine Schwärmerin und Kunstfee. Dafür nannte sie mich: Homo Faber”

Es muß in den frühen 90’er Jahren gewesen sein, als ich im Bücherschrank meiner Mutter ein Buch im recht nüchtern und sachlich gestalteten weißen Schutzumschlag sah - “Max Frisch”, “Homo faber” und “Bibliothek Suhrkamp” stand dort. Suhrkamp kannte ich - sonst nichts.
(Heute weiß ich, daß es sich um die Hardcover-Ausgabe aus dem Jahre 1965 handelte.)

Ich war damals 16, ein seltsamer Vogel, der immens viel Zeit am Computer verbrachte und ansonsten viel las. So traf ich zum ersten Mal auf Faber…

Walter Faber, ein durch und durch unsentimentaler, nüchterner Techniker, der an nichts glaubt, sondern ein Mann der Wissenschaft ist, trifft nach diversen kurzlebigen Frauenbekanntschaften eine junge Frau - Elisabeth, von ihm jedoch Sabeth genannt - die ihn nicht mehr loslassen wird. Eine ganz besondere Liebesgeschichte. Doch letztlich ist dies eine auf vielfältige Weise tragische Geschichte.
Wie hätte ich dem mit 16 widerstehen können?

Ich verschlang das Buch. Ich wollte Faber sein; natürlich der unantastbare, technophile Faber, der Ingenieur, der die Welt sieht, wie sie ist und sie verändert… Die weniger schönen Seiten des “Homo Faber” blendete ich gründlich aus.

Ich ging beruflich in die IT und wurde tatsächlich ein bißchen wie Faber.

Das Buch wurde eines meiner absoluten Lieblingsbücher - Fabers und Sabeths und ihrer Geschichte wegen.

Rund 30 Jahre sind seither vergangen. Ich bin verheiratet und habe drei Kinder, die jedoch keine Kinder mehr sind. Ich bin immer noch in der IT. Ein wenig wie Faber gewesen zu sein, hat mir nicht immer gut getan.

Aus Neugier habe ich “Homo Faber” nach all diesen Jahren erneut in die Hand genommen. Dieses Mal als eBook, auf dem Kindle. Walter Faber würde es zu schätzen wissen.

Ich war überrascht, wie anders ich das Buch dieses Mal erlebte: Faber, dessen Alter im Buch ich nun nahezu erreicht habe, kann ich besser verstehen. Seine Reise nach Guatemala, seine Unterbrechung eben dieser Reise.

Vor allem aber: Fabers und Sabeths Reise von Paris nach Rom hatte beim ersten Mal “gefühlt” sehr viel mehr Raum eingenommen. Im Grunde war es die Reise (sowohl die tatsächliche als auch die metaphorische), die mich faszinierte; die Figur des Faber und seine Sicht der Welt.

Die Welt vor Sabeth kann Faber verstehen - zumindest hat er eine ganz klare Idee von ihr:

“Wir leben technisch, der Mensch als Beherrscher der Natur”

Die Liebesgeschichte mit Sabeth ist immer noch schön, äußerst behutsam und mit großem Einfühlungsvermögen und Empathie erzählt.

Jetzt jedoch verfolgte ich geradezu schmerzlich, wie Fabers Welt nach dem Unglück vollkommen aus den Fugen gerät und er sie auch nicht mehr verstehen kann:

“Diskussion mit Hanna! – über Technik (laut Hanna) als Kniff, die Welt so einzurichten, daß wir sie nicht erleben müssen.”

Hannahs Kritik an “[der] Weltlosigkeit des Technikers” kann (und will) Faber nicht verstehen. Ohne wirklich zu verstehen, wie es geschehen konnte, ist Faber schuldlos schuldig geworden und zerbricht vollkommen daran. Die Welt, die er zu kennen glaubte, wird ihm fremd.

Mit 16 hatte ich am Schluß des Buches noch Hoffnung für Faber - jedoch mit älteren Augen gelesen, bleibt davon nichts übrig. So oder so wird es für Walter Faber keine Zukunft geben - ohne es zu wollen, hat er alles - sich selbst eingeschlossen - zerstört.

“Hanna hat immer schon gewußt, daß ihr Kind sie einmal verlassen wird; aber auch Hanna hat nicht ahnen können, daß Sabeth auf dieser Reise gerade ihrem Vater begegnet, der alles zerstört –”

Ein wunderbares, schönes, schmerzliches Buch, das jeder (mindestens) ein Mal lesen sollte.


Blog | Facebook | Twitter | Instagram ( )
  philantrop | Jun 1, 2020 |
Max Frisch zeichnet ein spannendes Charakterbild zwischen Schuld, Sühne und Schicksal, zwischen Mann und Frau, zwischen Technik und Mystik. ( )
  chwiggy | Mar 6, 2016 |
"...Gefuehle, ... sind Ermuedungserscheinungen..." ( )
  Riverblue13 | Apr 29, 2015 |
In seinem Roman Homo Faber bearbeitet Frisch ein aktuelles Phänomen der 1950er Jahre: die fortschreitende Technisierung der westlichen Welt und den damit einhergehenden Glauben an die völlige Erklärbarkeit und Durchschaubarkeit des Lebens. Der lateinische Terminus »Homo faber« bezeichnet den »Mensch als Verfertiger«, der sich mit Hilfe von Werkzeugen die Welt zu Nutze macht. Mit seinem Protagonisten Walter Faber zeigt Frisch einen solchen handlungsorientierten Menschen, in dessen durchweg rationalem und technokratischem Weltbild Schicksalsgläubigkeit keinen Platz hat. Tragischerweise wird das Leben des Selbstsicheren durch eine Reihe von schicksalhaften Zufällen zerstört.
Inhalt: Mit einem Flug nach Caracas beginnt für den Ingenieur Faber eine Reise in seine Vergangenheit. Im Flugzeug sitzt er neben dem Bruder seines ehemaligen Freundes Johannes und erfährt, dass Johannes Hanna geheiratet hat, die in den 1930er Jahren ein Kind von Faber erwartete. Faber schlug damals eine Heirat vor, akzeptierte das Kind aber nur widerwillig. Hanna trennte sich daraufhin von ihm und zeigte sich zu einer Abtreibung entschlossen.
Nach einer Notlandung in der mexikanischen Wüste reisen die beiden Männer gemeinsam nach Guatemala, um Johannes zu besuchen. Sie finden ihn tot vor: Er hat sich erhängt. Auf der Überfahrt nach Europa – die er spontan einem Flug vorgezogen hat – lernt Faber die junge Sabeth kennen, die ihn an Hanna erinnert. Die beiden verlieben sich ineinander und unternehmen eine gemeinsame Europareise, auf der sich herausstellt, dass Sabeth tatsächlich die Tochter der seit vielen Jahren in Athen lebenden Hanna ist. Sabeth hält Johannes für ihren Vater; Faber ist nur zu gern bereit, diesen Glauben zu teilen und die beiden verbringen eine Nacht miteinander. Tage später wird Sabeth am Strand von einer Schlange gebissen, weicht vor dem ihr zur Hilfe eilenden Faber zurück und schlägt mit dem Kopf auf. Im Athener Krankenhaus wird ein Gegengift verabreicht; da Faber aber nicht von dem Sturz berichtet, bleibt eine Gehirnblutung unerkannt, an der Sabeth stirbt. Mittlerweile hat Faber von Hanna erfahren, was er eigentlich schon wuss-te: Er selber ist Sabeths Vater. Allen Versuchen der Selbstrechtfertigung zum Trotz fühlt Faber sich schuldig. Wieder auf Reisen, entschließt er sich zu einer neuen Lebensweise und erfährt einen direkteren, sinnlichen Zugang zur Welt. Ein Zusammenleben mit Hanna erwägend kehrt er nach Athen zurück.
Mit seinen zahlreichen Hinweisen auf die griechische Antike kann der Roman nicht nur wegen der Inzest-Thematik als moderne Variante des Ödipus-Mythos (Stichwort R S. 377) gelesen werden. Wie Ödipus, der meint, seinem Schicksal entgehen zu können, ist auch Faber, der das ganze Leben für kalkulierbar hält, Überheblichkeit vorzuwerfen. Einig sind die beiden Figuren schließlich auch in ihrer erlebten Schuldhaftigkeit, vor der sie das Wissen um die eigene Unwissenheit nicht bewahren kann.
Struktur: Frisch macht seinen Protagonisten zum Erzähler der eigenen Geschichte. Der Roman besteht aus den Aufzeichnungen Fabers, in denen sich ein rückblickender Bericht mit aktuellen Tagebuchaufzeichnungen vermischt. Die Reflexionen Fabers sind dabei von selbstentlarvender Subjektivität – noch in der Rückschau verharrt er in alten Denkmustern und hadert mit dem Unerkärlichen. Der Bericht endet unmittelbar vor einer Magenoperation, der Faber sich unterziehen muss – der tragische Held des Romans scheint diese nicht zu überleben.
Wirkung: Seit seinem Erscheinen ist der Roman ein großer Publikumserfolg von ungebrochener thematischer Aktualität. Der Text gehört zu den beliebtesten Stoffen für die (Schul)unterrichtslektüre und wurde 1991 von Volker Schlöndorff (* 1939) verfilmt. A. K.
Quelle: Amazon.de ( )
  hbwiesbaden | Jan 8, 2011 |
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AutorennameRolleArt des AutorsWerk?Status
Frisch, MaxAutorHauptautoralle Ausgabenbestätigt
Bullock, MichaelÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Fleckhaus, WillyUmschlaggestalterCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Fontseré, MargaritaÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Groenewold, P.NachwortCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Kallio, SinikkaÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Klaarhamer, MargotÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Rendi, AloisioÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Staudt, RolfUmschlaggestalterCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Vilar, JudithÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
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Ein Bericht eines Mannes, der nur an Tatsachen glaubt, aber durch eigene jähe Entschlüsse das Verhängnis heraufordert und seine eigene Unvollkommenheit erkennen muss.

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