StartseiteGruppenForumMehrZeitgeist
Web-Site durchsuchen
Diese Seite verwendet Cookies für unsere Dienste, zur Verbesserung unserer Leistungen, für Analytik und (falls Sie nicht eingeloggt sind) für Werbung. Indem Sie LibraryThing nutzen, erklären Sie dass Sie unsere Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinie gelesen und verstanden haben. Die Nutzung unserer Webseite und Dienste unterliegt diesen Richtlinien und Geschäftsbedingungen.
Hide this

Ergebnisse von Google Books

Auf ein Miniaturbild klicken, um zu Google Books zu gelangen.

The Sirens of Titan von Kurt Vonnegut Jr.
Lädt ...

The Sirens of Titan (Original 1959; 1999. Auflage)

von Kurt Vonnegut Jr.

MitgliederRezensionenBeliebtheitDurchschnittliche BewertungDiskussionen / Diskussionen
9,195107637 (4.02)1 / 156
Malachi Constant, "the richest man in America," gives up his indulgent lifestyle to follow an urgent calling to probe the depths of space. He participates in a Martian invasion of Earth, mates with the wife of an astronaut adrift on the tides of time, and follows the lure of the "Sirens of Titan."
Mitglied:awisdom01
Titel:The Sirens of Titan
Autoren:Kurt Vonnegut Jr.
Info:Gollancz, Paperback, 224 pages
Sammlungen:Deine Bibliothek
Bewertung:*****
Tags:Keine

Werk-Details

Die Sirenen des Titan von Kurt Vonnegut (1959)

  1. 82
    Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams (mike_frank)
  2. 47
    Watchmen, Complete Edition. von Alan Moore (wvlibrarydude)
    wvlibrarydude: Is there meaning to the universe, or one big joke of coincidences.
Lädt ...

Melde dich bei LibraryThing an um herauszufinden, ob du dieses Buch mögen würdest.

» Siehe auch 156 Erwähnungen/Diskussionen

Englisch (104)  Deutsch (1)  Schwedisch (1)  Italienisch (1)  Alle Sprachen (107)
Meine Vorgeschichte: Schon lange hatte ich Kurt Vonnegut im Visier - wie so viele andere Autoren auch. Und wie so viele andere, musste er warten, weil immer wieder etwas anderes im Leben wichtiger war oder ein anderes Buch zu lange auf mich gewartet hatte. Vor einiger Zeit stand dann kurzfristig eine lange, einsame Autofahrt durch die Nacht an. Das einzige Hörbuch, das ich zur Verfügung hatte, war eine Sammlung von Kolumnen über Bücher, die der von mir sehr geschätzte britische Popliteratur-Schriftsteller Nick Hornby im Jahr 2003/2004 für das Literaturmagazin „Believer“ geschrieben hat. Und darin preist er „The Sirens of Titan“ dermaßen an, dass Vonnegut auf einmal ganz auf meiner Liste steht. Was soll ich sagen: I guess someone up there liked me.

Bekannt wurde Vonnegut, den das amerikanische Time-Magazin einmal als „George Orwell, Dr. Caligari und Flash Gordon in einer Person“ bezeichnete, durch den Roman „Slaughterhouse Five“, sein erfolgreichstes Werk, in dem er halb-autobiographisch die Bombardierung Dresdens, die er in Kriegsgefangenschaft erlebte, aufarbeitete. 1972 gab es davon dann auch eine Verfilmung von George Roy Hill (Der Clou), die den Preis der Jury in Cannes gewann, und er gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen US-Anti-Kriegs-Romane. Daneben würden sich aber viele weitere Werke als Klassiker qualifizieren. Unter anderem eben „The Sirens of Titan“.

Was an diesem Buch vor allem bemerkenswert ist, ist die große Vielfalt, die einem geboten wird. Die Geschichte ist detailliert, um sich ausführlich an jeder Station „einfühlen“ zu können, ohne dabei jedoch Längen zu haben. Der Humor ist hintergründig, subtil und nicht selten tiefschwarz. Das ganze ist verbunden mit einer veritablen Gesellschafts- und Religionskritik, ohne lehrmeisterlich zu klingen. Und der Stil ist unterhaltsam, abwechslungsreich, erfinderisch.

Im Einzelnen - die Story: Auf dem Weg zum Mars wird Winston Niles Rumfoord (mit seinem Hund Kazak) durch einen Unfall in eine wellenförmige Energieform umgewandelt und kann sich nur materialisieren, wenn er auf einen festen Gegenstand, z.B. die Erde trifft. Allerdings kann er alle Vergangenheit und Zukunft sehen. So weiß er z.B. schon, dass seine Ehefrau mit dem reichsten Mann der Erde auf dem Mars ein Kind bekommen wird. Oder dass alles Leben ein groteskes Spiel mit einem absurden Zweck ist. Und dass er selbst darin im weiteren Verlauf des Buches eine gottgleiche Rolle spielen wird.

Die Geschichte führt uns zu Mars, Merkur und dem Saturnmond Titan. Wir lernen einen Außerirdischen vom Planeten Tralfamadore kennen und die Bewohner des Merkur. Hört sich nach einem klassischen, einfach unterhaltenden Science Fiction an. Aber wir erleben auch, wie Menschen zu Kampfmaschinen umprogrammiert werden. Wie Religion instrumentalisiert wird und Geld zu vermeintlichem Glück und Unglück führt. Dazu kritisiert Vonnegut die westlich-amerikanische Art, mit Geschichte umzugehen, es werden philosophische Themen wie der Freie Wille diskutiert, und die (amerikanischen) Werte infrage gestellt. Vor allem wird ein zutiefst religionskritischer Grundgedanke transportiert. Kritisch könnte man anmerken, dass damit ein fatalistisch-nihilistisches Weltbild lanciert wird. Da Vonnegut aber auch dies nicht ohne eine gehörige Portion Ironie präsentiert, aktiviert er den Leser geradezu, sich selbst mit dem Sinn von Religionen und Atheismus auseinanderzusetzen.

Der vermeintliche Spagat zwischen Unterhaltung und Ernsthaftigkeit gelingt ihm dabei erstaunlich gut und er spricht damit sowohl denjenigen an, der eigentlich nicht die Geduld für „höhere“ Literatur hat, als auch denjenigen, der sich von einfacher Unterhaltungsliteratur beleidigt fühlt.

Das ganze funktioniert vor allem auch deshalb so gut, weil Vonnegut das ganze in viel - zuweilen anarchischen - Humor verpackt. Oft kam mir beim Lesen der Gedanke, dass Douglas Adams bestimmt Vonnegut als Inspiration empfunden haben muss. Und tatsächlich hat er sich bereits 1979 in einem Interview sehr lobend geäußert: „Sirens of Titan is just one of those books – you read it through the first time and you think it's very loosely, casually written. You think the fact that everything suddenly makes such good sense at the end is almost accidental. And then you read it a few more times, simultaneously finding out more about writing yourself, and you realize what an absolute tour de force it was, making something as beautifully honed as that appear so casual.”

Wie Douglas Adams bestätigt, liest sich das Buch ganz locker, obwohl es von Wortwitz und Einfallsreichtum nur so strotzt. Es ist in einem erfrischend abwechslungsreichen, komplexen Schreibstil verfasst, der sich wohltuend vom Niveau der reinen Unterhaltung abhebt und Vonnegut als einen Experten der englischen Sprache ausweist. Ob das auch für die deutsche Übersetzung gilt, kann ich leider nicht beurteilen. Allerdings gibt es eine Übersetzung von Harry Rowohlt, der nicht zu unrecht als einer der renommiertesten Übersetzer (u.a. Hemingway, Tom Wolfe, Flann O’Brien u.v.a.) gilt. Und damit ist zu vermuten, dass auch diese nicht enttäuschen wird.

Natürlich lässt sich bei einem Roman von 1959 nicht verkennen, dass Details der Zukunftsvision von der Gegenwart überholt wurden. So gibt es z.B. im 22. Jahrhundert immer noch den Wettstreit zwischen USA und der Sowjetunion und der reichste Mann der Welt hat ein Vermögen von 5 Millionen Dollar, was zur Zeit als das Buch geschrieben wurde wohl eine ziemlich unermessliche Menge dargestellt hat. Dies sind aber nur sehr vereinzelte Momente und im Großen und Ganzen wirkt das Buch weiterhin frisch und was seine Gesellschaftskritik angeht im Angesicht der religiösen Konflikte der jüngeren Vergangenheit (9/11, George W. Bush) weiterhin hochaktuell. Kurt Vonneguts zweiter Roman, „The Sirens of Titan“ ist auch nach über fünfzig Jahren noch eine absolut lohnenswerte Lektüre, ( )
  st.marx | Dec 16, 2010 |
keine Rezensionen | Rezension hinzufügen

» Andere Autoren hinzufügen (20 möglich)

AutorennameRolleArt des AutorsWerk?Status
Vonnegut, KurtHauptautoralle Ausgabenbestätigt
Adams, MarcUmschlagillustrationCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Chris MooreUmschlagillustrationCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Kapari, MarjattaÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Koeppl, LíviaÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Powers, RichardUmschlagillustrationCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Rowohlt, HarryÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Snyder, JayErzählerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Teason, WilliamUmschlagillustrationCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Du musst dich einloggen, um "Wissenswertes" zu bearbeiten.
Weitere Hilfe gibt es auf der "Wissenswertes"-Hilfe-Seite.
Gebräuchlichster Titel
Originaltitel
Alternative Titel
Ursprüngliches Erscheinungsdatum
Figuren/Charaktere
Die Informationen stammen von der englischen "Wissenswertes"-Seite. Ändern, um den Eintrag der eigenen Sprache anzupassen.
Wichtige Schauplätze
Die Informationen stammen von der englischen "Wissenswertes"-Seite. Ändern, um den Eintrag der eigenen Sprache anzupassen.
Wichtige Ereignisse
Zugehörige Filme
Preise und Auszeichnungen
Die Informationen stammen von der englischen "Wissenswertes"-Seite. Ändern, um den Eintrag der eigenen Sprache anzupassen.
Epigraph (Motto/Zitat)
Die Informationen stammen von der englischen "Wissenswertes"-Seite. Ändern, um den Eintrag der eigenen Sprache anzupassen.
"Every passing hour brings the Solar System forty-three thousand miles closer to Globular Cluster M13 in Hercules—and still there are some misfits who insist that there is no such thing as progress."
—Ransom K. Fern
Widmung
Die Informationen stammen von der englischen "Wissenswertes"-Seite. Ändern, um den Eintrag der eigenen Sprache anzupassen.
For Alex Vonnegut, special agent, with love
Erste Worte
Die Informationen stammen von der englischen "Wissenswertes"-Seite. Ändern, um den Eintrag der eigenen Sprache anzupassen.
Everyone now knows how to find the meaning of life within himself.

But mankind wasn’t always so lucky. Less than a century ago men and women did not have easy access to the puzzle boxes within them. 

They could not name even one of the fifty-three portals to the soul.
Zitate
Letzte Worte
Die Informationen stammen von der englischen "Wissenswertes"-Seite. Ändern, um den Eintrag der eigenen Sprache anzupassen.
(Zum Anzeigen anklicken. Warnung: Enthält möglicherweise Spoiler.)
Hinweis zur Identitätsklärung
Verlagslektoren
Werbezitate von
Die Informationen stammen von der englischen "Wissenswertes"-Seite. Ändern, um den Eintrag der eigenen Sprache anzupassen.
Originalsprache
Anerkannter DDC/MDS
Anerkannter LCC

Literaturhinweise zu diesem Werk aus externen Quellen.

Wikipedia auf Englisch (2)

Malachi Constant, "the richest man in America," gives up his indulgent lifestyle to follow an urgent calling to probe the depths of space. He participates in a Martian invasion of Earth, mates with the wife of an astronaut adrift on the tides of time, and follows the lure of the "Sirens of Titan."

Keine Bibliotheksbeschreibungen gefunden.

Buchbeschreibung
Zusammenfassung in Haiku-Form

Beliebte Umschlagbilder

Gespeicherte Links

Bewertung

Durchschnitt: (4.02)
0.5 4
1 17
1.5 8
2 75
2.5 26
3 419
3.5 118
4 808
4.5 102
5 755

Bist das du?

Werde ein LibraryThing-Autor.

 

Über uns | Kontakt/Impressum | LibraryThing.com | Datenschutz/Nutzungsbedingungen | Hilfe/FAQs | Blog | LT-Shop | APIs | TinyCat | Nachlassbibliotheken | Vorab-Rezensenten | Wissenswertes | 163,244,150 Bücher! | Menüleiste: Immer sichtbar