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Effi Briest (1896)

von Theodor Fontane

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2,067275,976 (3.57)101
Auf elterlichen Wunsch heiratet die 17jährige Effi den um Jahre älteren Baron von Instetten. Dessen guter Ruf und vielversprechende berufliche Zukunft entschädigen sie jedoch nicht für den Mangel an Liebe und Zuwendung
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Die junge, lebhafte Effi Briest wird von ihren Eltern mit dem doppelt so alten Baron von Instetten verheiratet, einem Mann mit Geld und politischem Einfluss, der jedoch sehr steif und von Konventionen geprägt ist. Sie zieht mit ihm ins ferne Kessin. kann sich aber als Fremde in der abgeschotteten Gesellschaft des Landkreises nicht einleben. Auch die Geburt ihrer Tochter ändert nichts an ihrer Einsamkeit, und so kommt sie dem draufgängerischen jungen Offizier Crampas näher. Die heimliche Liaison der beiden endet unauffällig, als die Familie von Instetten aus beruflichen Gründen nach Berlin zieht, wo sich Effi ein gesellschaftliches Leben aufbauen kann und ihr kleines Glück findet. Erst viele Jahre später entdeckt ihr Mann durch Zufall den Ehebruch und möchte seine verlorene Ehre um jeden Preis wiederherstellen.
Das Buch leben von dem Nicht-Ausgesprochenen; um die Handlung zu verstehen, muss man zwischen den Zeilen lesen. So wird auch die Liaison von Effi und Crampas nie explizit beschrieben; was wirklich passiert ist, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen.
Erschütternd, wie von Instetten seine Vorstellung von Ehre über alles stellt und in dem schon zum damaligen Zeitpunkt völlig antiquierten Ritus des Duells sein eigenes Lebensglück vernichtet und die Existenzen der Menschen, die er doch eigentlich liebt, wissentlich - und ohne Not - zerstört. Auch Effis Eltern brauchen lange Zeit, bis sie die Liebe zu ihrer Tochter über die gesellschaftlichen Zwänge stellen.
Ein Roman, den man im Kontext seiner Zeit sehen muss - und doch ist der innere Konflikt zwischen den gesellschaftlichen Zwängen und dem eigenen moralischen Kompass (Was wird von mir erwartet? / Was finde ich selbst richtig?) zeitlos und immer hochaktuell. ( )
  Leandra53 | Sep 4, 2016 |
Deutsch-Leistungskurs
  AndreLorenz | Aug 24, 2016 |
Ich weiß nicht, ob ich den Roman auch schon zu Thomas Manns Zeiten als einen der sechs oder zehn besten aller Zeiten bezeichnet hätte.Für mich ist es ein interessantes (fiktives) Bild eines Teils der Gesellschaft Ende des 18.Jahrhunderts. Allerdings liest er sich immer noch ganz interessant und flott, auch wenn das Handeln oder die Motivation der ProtagonistInnen nicht mehr so richtig nachvollziehbar ist.
Am besten haben mir die Monologe und Dialoge von Effi, ihren Eltern und Instetten gefallen, die es trotz der Zeit, die zwischen dem Buch und mir liegt, ein Mitdenken möglich machen. An Handlung passiert nicht viel. ( )
  juhudo | Aug 5, 2013 |
ontanes „Effi Briest“ wurde 1895 veröffentlicht. Literarisch war diese Zeit geprägt vom bürgerlichen Realismus, einer Strömung, die vor allem von wirklichkeitsnahen und detailreichen Beschreibungen lebte. Daher ist es einerseits interessant zu erfahren, wie das Leben damals ausgesehen hat, welche Vor- und Nachteile es bereit hielt. Auf der anderen Seite ist es schwer, sich in einen Roman hineinzuversetzen, der vor über 100 Jahren entstanden ist. So muten die vielen Einzelheiten, die den Roman besonders wirklichkeitsnah wirken lassen, für den rasanten Geschmack von heute fast schon zäh an und ziehen die Handlung in die Länge. Auch die Handlungsweise der Figuren dürfte für viele schwer nachvollziehbar sein. Wer also nach Abenteuern und Spannung sucht, wird diese in „Effi Briest“ nicht finden.
Für alle anderen hat diese realistische Nahaufnahme des 19. Jahrhunderts durchaus seinen Reiz, erzählt sie doch von den Bräuchen der Zeit und dem Umgang miteinander in verschiedenen Konfliktsituationen. Für die freiheitsliebende moderne Gesellschaft ist es sicher interessant zu lesen, in welch enges Korsett die Menschen im 19. Jahrhundert gezwängt waren und wie Fontane diese starre Lebensweise zu kritisieren vermochte. Vor allem die Rolle der Frau wird hier beleuchtet, welche Pflichten sie im Alltag zu erfüllen hatte und wie viele Rechte ihr verwehrt blieben.
Für geschichtsbegeisterte Leser ist Fontanes “Effi Briest” also ein Muss, zeigt es doch in kritischer Art und Weise das Miteinander der Gesellschaft. ( )
  familicious | Mar 21, 2012 |
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Fontane, TheodorAutorHauptautoralle Ausgabenbestätigt
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Geiger, HannsludwigHerausgeberCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Mitchell, MikeÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Parmée, DouglasÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Robertson, RitchieEinführungCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Rorrison, HughÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Schafarschik, WalterAnmerkungenCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Wölfel, KurtNachwortCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt

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In Front des schon seit Kurfuerst Georg Wilhelm von der Familie von Briest bewohnten Herrenhauses zu Hohen-Cremmen fiel heller Sonnenschein auf die mittagsstille Dorfstraße, während nach der Park- und Gartenseite hin ein rechtwinklig angebauter Seitenflügel einen breiten Schatten erst auf einen weiß und grün quadrierten Fliesengang und dann über diesen hinaus auf ein großes, in seiner Mitte mit einer Sonnenuhr und an seinem Rande mit Canna indica und Rhabarberstauden besetzten Rondell warf.
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Wikipedia auf Englisch (1)

Auf elterlichen Wunsch heiratet die 17jährige Effi den um Jahre älteren Baron von Instetten. Dessen guter Ruf und vielversprechende berufliche Zukunft entschädigen sie jedoch nicht für den Mangel an Liebe und Zuwendung

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