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Effi Briest (1896)

von Theodor Fontane

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2,156286,220 (3.58)109
Klassiker aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: In Front des schon seit Kurf rst Georg Wilhelm von der Familie von Briest bewohnten Herrenhauses zu Hohen-Cremmen fiel heller Sonnenschein auf die mittagsstille Dorfstra e, w hrend nach der Park- und Gartenseite hin ein rechtwinklig angebauter Seitenfl gel einen breiten Schatten erst auf einen wei und gr n quadrierten Fliesengang und dann ber diesen hinaus auf ein gro es, in seiner Mitte mit einer Sonnenuhr und an seinem Rande mit Canna indica und Rhabarberstauden besetzten Rondell warf. Einige zwanzig Schritte weiter, in Richtung und Lage genau dem Seitenfl gel entsprechend, lief eine ganz in kleinbl ttrigem Efeu stehende, nur an einer Stelle von einer kleinen wei gestrichenen Eisent r unterbrochene Kirchhofsmauer, hinter der der Hohen-Cremmener Schindelturm mit seinem blitzenden, weil neuerdings erst wieder vergoldeten Wetterhahn aufragte. Fronthaus, Seitenfl gel und Kirchhofsmauer bildeten ein einen kleinen Ziergarten umschlie endes Hufeisen, an dessen offener Seite man eines Teiches mit Wassersteg und angekettetem Boot und dicht daneben einer Schaukel gewahr wurde, deren horizontal gelegtes Brett zu H upten und F en an je zwei Stricken hing - die Pfosten der Balkenlage schon etwas schief stehend. Zwischen Teich und Rondell aber und die Schaukel halb versteckend standen ein paar m chtige alte Platanen. Auch die Front des Herrenhauses - eine mit Aloek beln und ein paar Gartenst hlen besetzte Rampe - gew hrte bei bew lktem Himmel einen angenehmen und zugleich allerlei Zerstreuung bietenden Aufenthalt; an Tagen aber, wo die Sonne niederbrannte, wurde die Gartenseite ganz entschieden bevorzugt, besonders von Frau und Tochter des Hauses, die denn auch heute wieder auf dem im vollen Schatten liegenden Fliesengange sa en, in ihrem R cken ein paar offene, von wildem Wein umrankte Fenster, neben sich eine vorspringende kleine Treppe, deren vier Steinstufen… (mehr)
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Meine drei Kinder und mein Mann haben alle „Effi Briest“ in der Schule gelesen und waren fassungslos, wie ich das einfach so zum Spaß lesen mag. Hier handelt es sich also wirklich um ein Buch, das einem durch die Schule verdorben wird. Denn ich habe es nicht in der Schule gelesen und fand es nun wirklich eine interessante Lektüre. Natürlich ist die Sprache altertümlich und nicht immer leicht zu lesen. Aber inhaltlich fand ich es sehr interessant und mir gefiel auch, dass Theodor Fontane einen mitunter fast heiter-ironischen Duktus wählt. Die sehr junge Effi heiratet einen deutlich älteren Mann und vergeht auf dessen Landgut vor Einsamkeit und Langeweile. Sie hat eine flüchtige Affäre mit dem gutaussehenden Offizier Crampas. Als sich aber bereits nach über sechs Jahren alles zum Positiven gewendet hat, entdeckt der Baron Briefchen von Crampas. Obwohl es nicht nötig wäre und trotz vielerlei Gedanken zu diesem Thema fordert er den Nebenbuhler zum Duell, tötet ihn und lässt sich scheiden- alles aufgrund der gesellschaftlichen Konventionen und seines Stolzes. So werden alle unglücklich. Das Buch wirft viele interessante Aspekte auf. Innstetten nimmt Effi nie für voll, sieht sie stets als sein Eigentum, ihre Stellung ist völlig marginalisiert, ihre Bedürfnisse sind unbedeutend. Konvention und Moral hingegen stehen für ihn so hoch, dass er trotz aller Einwände und auch eigener Bedenken seine Vergeltungsaktion durchzieht.
Das Buch ist aber auch in höchst interessantes Zeitdokument. Eine meiner Lieblingsstellen ist diesbezüglich die Einladung, in deren Zusammenhang Güldenklee über die Ringparabel spottet (S. 130), eine "Judengeschichte, die wie der ganze liberale Krimskrams nichts wie Verwirrung und Unheil gestiftet hat und noch stiftet." Hier fällt Innstetten zumindest nicht in den Patriotismus ein. ( )
  Wassilissa | Feb 4, 2022 |
Die junge, lebhafte Effi Briest wird von ihren Eltern mit dem doppelt so alten Baron von Instetten verheiratet, einem Mann mit Geld und politischem Einfluss, der jedoch sehr steif und von Konventionen geprägt ist. Sie zieht mit ihm ins ferne Kessin. kann sich aber als Fremde in der abgeschotteten Gesellschaft des Landkreises nicht einleben. Auch die Geburt ihrer Tochter ändert nichts an ihrer Einsamkeit, und so kommt sie dem draufgängerischen jungen Offizier Crampas näher. Die heimliche Liaison der beiden endet unauffällig, als die Familie von Instetten aus beruflichen Gründen nach Berlin zieht, wo sich Effi ein gesellschaftliches Leben aufbauen kann und ihr kleines Glück findet. Erst viele Jahre später entdeckt ihr Mann durch Zufall den Ehebruch und möchte seine verlorene Ehre um jeden Preis wiederherstellen.
Das Buch leben von dem Nicht-Ausgesprochenen; um die Handlung zu verstehen, muss man zwischen den Zeilen lesen. So wird auch die Liaison von Effi und Crampas nie explizit beschrieben; was wirklich passiert ist, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen.
Erschütternd, wie von Instetten seine Vorstellung von Ehre über alles stellt und in dem schon zum damaligen Zeitpunkt völlig antiquierten Ritus des Duells sein eigenes Lebensglück vernichtet und die Existenzen der Menschen, die er doch eigentlich liebt, wissentlich - und ohne Not - zerstört. Auch Effis Eltern brauchen lange Zeit, bis sie die Liebe zu ihrer Tochter über die gesellschaftlichen Zwänge stellen.
Ein Roman, den man im Kontext seiner Zeit sehen muss - und doch ist der innere Konflikt zwischen den gesellschaftlichen Zwängen und dem eigenen moralischen Kompass (Was wird von mir erwartet? / Was finde ich selbst richtig?) zeitlos und immer hochaktuell. ( )
  Leandra53 | Sep 4, 2016 |
Deutsch-Leistungskurs
  AndreLorenz | Aug 24, 2016 |
Ich weiß nicht, ob ich den Roman auch schon zu Thomas Manns Zeiten als einen der sechs oder zehn besten aller Zeiten bezeichnet hätte.Für mich ist es ein interessantes (fiktives) Bild eines Teils der Gesellschaft Ende des 18.Jahrhunderts. Allerdings liest er sich immer noch ganz interessant und flott, auch wenn das Handeln oder die Motivation der ProtagonistInnen nicht mehr so richtig nachvollziehbar ist.
Am besten haben mir die Monologe und Dialoge von Effi, ihren Eltern und Instetten gefallen, die es trotz der Zeit, die zwischen dem Buch und mir liegt, ein Mitdenken möglich machen. An Handlung passiert nicht viel. ( )
  juhudo | Aug 5, 2013 |
ontanes „Effi Briest“ wurde 1895 veröffentlicht. Literarisch war diese Zeit geprägt vom bürgerlichen Realismus, einer Strömung, die vor allem von wirklichkeitsnahen und detailreichen Beschreibungen lebte. Daher ist es einerseits interessant zu erfahren, wie das Leben damals ausgesehen hat, welche Vor- und Nachteile es bereit hielt. Auf der anderen Seite ist es schwer, sich in einen Roman hineinzuversetzen, der vor über 100 Jahren entstanden ist. So muten die vielen Einzelheiten, die den Roman besonders wirklichkeitsnah wirken lassen, für den rasanten Geschmack von heute fast schon zäh an und ziehen die Handlung in die Länge. Auch die Handlungsweise der Figuren dürfte für viele schwer nachvollziehbar sein. Wer also nach Abenteuern und Spannung sucht, wird diese in „Effi Briest“ nicht finden.
Für alle anderen hat diese realistische Nahaufnahme des 19. Jahrhunderts durchaus seinen Reiz, erzählt sie doch von den Bräuchen der Zeit und dem Umgang miteinander in verschiedenen Konfliktsituationen. Für die freiheitsliebende moderne Gesellschaft ist es sicher interessant zu lesen, in welch enges Korsett die Menschen im 19. Jahrhundert gezwängt waren und wie Fontane diese starre Lebensweise zu kritisieren vermochte. Vor allem die Rolle der Frau wird hier beleuchtet, welche Pflichten sie im Alltag zu erfüllen hatte und wie viele Rechte ihr verwehrt blieben.
Für geschichtsbegeisterte Leser ist Fontanes “Effi Briest” also ein Muss, zeigt es doch in kritischer Art und Weise das Miteinander der Gesellschaft. ( )
  familicious | Mar 21, 2012 |
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AutorennameRolleArt des AutorsWerk?Status
Fontane, TheodorAutorHauptautoralle Ausgabenbestätigt
Coler, ChristfriedNachwortCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Geiger, HannsludwigHerausgeberCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Mitchell, MikeÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Parmée, DouglasÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Robertson, RitchieEinführungCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Rorrison, HughÜbersetzerCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Schafarschik, WalterAnmerkungenCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt
Wölfel, KurtNachwortCo-Autoreinige Ausgabenbestätigt

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In Front des schon seit Kurfuerst Georg Wilhelm von der Familie von Briest bewohnten Herrenhauses zu Hohen-Cremmen fiel heller Sonnenschein auf die mittagsstille Dorfstraße, während nach der Park- und Gartenseite hin ein rechtwinklig angebauter Seitenflügel einen breiten Schatten erst auf einen weiß und grün quadrierten Fliesengang und dann über diesen hinaus auf ein großes, in seiner Mitte mit einer Sonnenuhr und an seinem Rande mit Canna indica und Rhabarberstauden besetzten Rondell warf.
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Klassiker aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: In Front des schon seit Kurf rst Georg Wilhelm von der Familie von Briest bewohnten Herrenhauses zu Hohen-Cremmen fiel heller Sonnenschein auf die mittagsstille Dorfstra e, w hrend nach der Park- und Gartenseite hin ein rechtwinklig angebauter Seitenfl gel einen breiten Schatten erst auf einen wei und gr n quadrierten Fliesengang und dann ber diesen hinaus auf ein gro es, in seiner Mitte mit einer Sonnenuhr und an seinem Rande mit Canna indica und Rhabarberstauden besetzten Rondell warf. Einige zwanzig Schritte weiter, in Richtung und Lage genau dem Seitenfl gel entsprechend, lief eine ganz in kleinbl ttrigem Efeu stehende, nur an einer Stelle von einer kleinen wei gestrichenen Eisent r unterbrochene Kirchhofsmauer, hinter der der Hohen-Cremmener Schindelturm mit seinem blitzenden, weil neuerdings erst wieder vergoldeten Wetterhahn aufragte. Fronthaus, Seitenfl gel und Kirchhofsmauer bildeten ein einen kleinen Ziergarten umschlie endes Hufeisen, an dessen offener Seite man eines Teiches mit Wassersteg und angekettetem Boot und dicht daneben einer Schaukel gewahr wurde, deren horizontal gelegtes Brett zu H upten und F en an je zwei Stricken hing - die Pfosten der Balkenlage schon etwas schief stehend. Zwischen Teich und Rondell aber und die Schaukel halb versteckend standen ein paar m chtige alte Platanen. Auch die Front des Herrenhauses - eine mit Aloek beln und ein paar Gartenst hlen besetzte Rampe - gew hrte bei bew lktem Himmel einen angenehmen und zugleich allerlei Zerstreuung bietenden Aufenthalt; an Tagen aber, wo die Sonne niederbrannte, wurde die Gartenseite ganz entschieden bevorzugt, besonders von Frau und Tochter des Hauses, die denn auch heute wieder auf dem im vollen Schatten liegenden Fliesengange sa en, in ihrem R cken ein paar offene, von wildem Wein umrankte Fenster, neben sich eine vorspringende kleine Treppe, deren vier Steinstufen

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