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11+ Werke 14,693 Mitglieder 412 Rezensionen Lieblingsautor von 12 Lesern

Über den Autor

Bildnachweis: From author's website. Photo by Kobi C. Felton.

Reihen

Werke von R. F. Kuang

The Poppy War (2018) 4,567 Exemplare
Yellowface (2023) 2,095 Exemplare
The Dragon Republic (2019) 1,797 Exemplare
The Burning God (2020) 1,402 Exemplare
The Best American Science Fiction and Fantasy 2023 (2023) — Herausgeber — 68 Exemplare
The Drowning Faith 35 Exemplare
The Poppy War Collection (2021) 35 Exemplare
Katabasis 3 Exemplare
Against All Odds — Autor — 1 Exemplar

Zugehörige Werke

The Book of Dragons: An Anthology (2020) — Mitwirkender — 220 Exemplare
A Summer Beyond Your Reach: Stories (2020) — Übersetzer — 32 Exemplare
Uncanny Magazine Issue 21: March/April 2018 (2018) — Mitwirkender — 11 Exemplare
The Writer's Book of Doubt (2019) — Mitwirkender — 11 Exemplare
New Voices in Chinese Science Fiction (2022) — Übersetzer — 10 Exemplare
Clarkesworld: Issue 158 (November 2019) (2019) — Übersetzer, einige Ausgaben4 Exemplare
Uncanny Magazine: The Best of 2018 — Mitwirkender, einige Ausgaben2 Exemplare

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Rezensionen

„The night I watch Athena Liu die, we’re celebrating her TV deal with Netflix.“ (Zitat Seite 1)

Inhalt
Mit dem oben zitierten Satz beginnt dieser Roman. June Hayward und Athena Liu, zwei jungen Autorinnen, sind seit der Collegezeit befreundet. Im Gegensatz zu June, die immer noch vom großen Durchbruch träumt, wurde bereits der erste Roman von Athena ein gefeierter Bestseller und Athena ist seither eine in den Medien präsente, sehr erfolgreiche Autorin. Eines Abends, genau genommen ist es Mitternacht, feiern sie in Athenas Appartement, als diese bei einem plötzlichen Unfall stirbt. Kurz darauf präsentiert June das Manuskript für ihren neuesten Roman „The Last Front“, eine Geschichte über chinesische Arbeiter im Ersten Weltkrieg, und nicht nur ihr Agent ist sofort begeistert. Doch bald entstehen in den sozialen Medien brisante Diskussionen, nicht nur darüber, ob June, die den Roman unter ihren Vornamen Juniper Song veröffentlicht, als weiße Frau ohne chinesische Wurzeln einen Roman über ein Thema aus der chinesischen Geschichte schreiben darf. Noch könnte June einige Dinge richtigstellen, doch andererseits hat sie nun endlich den Erfolg, der ihr ihrer Meinung nach zusteht.

Thema und Genre
In diesem Roman geht es um Literatur, die vielen Aspekte der Literaturszene und der Social Media, um den kreativen Schreibprozess und die brisante Frage, wer worüber schreiben darf, um Identität und kulturelle Aneignung. Themen sind Erfolg, Eifersucht, Wahrheit und die erste Lüge, der immer mehr Lügen folgen.

Erzählform und Sprache
Rebecca F. Kuang wählt eine moderne Form des Erzählens. Einerseits lässt sie June selbst als Ich-Erzählerin ihre Geschichte schildern, was klar ist, denn nur June kann wissen, was wirklich vorgefallen ist. Vermutungen, wie verlässlich June als Erzählerin ist, ob sie den Ablauf dieses besonderen Abends, als alles begann, wirklich so beschreibt, wie es tatsächlich stattgefunden hat, bleiben uns Lesern überlassen. Was jedoch diese bekannte und oft verwendete Erzählperspektive in diesem Roman auszeichnet, sind Junes Gedanken und Meinungen zu den vielen auftretenden Konflikten und Themen, die sie mit uns teilt, ihre Erfahrungen mit dem Literaturbetrieb und den omnipräsenten Usern der Social Media, aber auch ihre Schuldgefühle und Ängste. Gleichzeitig wendet June sich in ihren Überlegungen und auch Erklärungen der Hintergründe an uns Leser als imaginäre Gesprächspartner, und sucht durch ihre Argumente nach einer Bestätigung für ihre Entscheidungen. Dies führt dazu, dass man mit June mitempfindet, ihre Schuldgefühle und zunehmende Bedrängnis intensiv miterlebt. Obwohl sie als Figur nicht sehr sympathisch ist und ich ihrem lockeren Umgang mit geistigem Eigentum nicht zustimmen kann, habe ich bald gehofft, dass sie einen Ausweg aus ihren immer dichteren Verstrickungen und Probleme findet, gleichzeitig neugierig, was sie als nächstes tun wird.
Ich habe das englische Original gelesen und so auch die eindrückliche, sehr gut zu lesende Sprache genossen. Die deutsche Übersetzung trägt ebenfalls den Titel Yellowface und erscheint am 29. Februar 2024 im Eichborn Verlag.

Fazit
Eine facettenreiche, intensive Geschichte, spannend wie ein Kriminalroman, beklemmend durch unergründliche Vorfälle, ein überzeugendes Leseerlebnis.
… (mehr)
 
Gekennzeichnet
Circlestonesbooks | 94 weitere Rezensionen | Jan 28, 2024 |
„Babel“ beschreibt eine „alternative Geschichte“ (an arcane history), in der Englands Wirtschaftssystem auf der Macht von Wörtern in Silberbarren beruht. Allerdings benötigt man, um diese herzustellen, Übersetzer. Diese studieren und arbeiten in Babel, einem großen Übersetzungszentrum in Oxford.
Der junge Robin Swift wird aus China hierhergebracht und trotz seiner Faszination für Babel empfindet er mehr und mehr Unbehagen, vor allem als es um die Opiumkriege gegen sein Heimatland China geht.
Das Buch hat auf jeden Fall eine wunderbare Geschichte, die sehr modern ist: Rassismus und Kolonialismus im Gewand der Fantasy sind eine neue Art des Erzählens. Es geht nicht gegen eine irgendwie geartete Weltverschwörung wie meist in der Fantasy, sondern gegen den Kapitalismus an sich. Die Argumente und Dialoge, das ganze Setting weist viele Parallelen zu aktuellen Diskussionen und Geschehnissen auf.
Das ist das Gute am Buch und das Problem gleichermaßen: Denn ein stringenter Spannungsaufbau und eine spannende Figurenzeichnung leiden mitunter, da das Buch sehr akademisch ist. Die grundlegende Idee der Silberbarren konnte mich nicht überzeugen, aber ich mochte das Buch dennoch sehr gern.
… (mehr)
½
 
Gekennzeichnet
Wassilissa | 106 weitere Rezensionen | Aug 17, 2023 |

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